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Hier im Glossar findest du Erläuterungen zu Fachbegriffen rund um das Thema 'Sexualität'. Wenn du hier ein Wort nicht erklärt finden solltest, schicke einfach eine e-mail an uns und wir werden dir gern weiterhelfen.

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abartig, abnorm, pervers
(siehe Perversion)

Abspritzen
(siehe Ejakulation)

Abstinenz
Abstinenz bedeutet Enthaltsamkeit von Genüssen (z.B. Sex oder Drogen), die für einen bestimmten Zeitraum oder ein Leben lang eingehalten wird. Diese Enthaltsamkeit kann freiwillig sein, z.B. die Keuschheitsgelübde von Nonnen und Mönchen. Du kannst aber auch unter bestimmten Umständen dazu gezwungen sein, z.B. durch Trennung vom Partner oder in Haft. Unter sexueller Abstinenz ist der Verzicht auf jegliche Art von Sexualität, einschließlich Selbstbefriedigung zu verstehen.

Abstrich
Bei einem Abstrich wird dir mit einem Wattetupfer etwas Sekret (Schleim) z.B. aus dem Anus, der Harnröhre oder dem Rachen entnommen. Das Sekret wird auf eine Glasplatte gestrichen und unter dem Mikroskop im Labor auf Krankheitserreger wie Bakterien oder Pilze untersucht. Diese medizinische Untersuchungsmethode wird z.B. beim Gynäkologen, Urologen oder Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten durchgeführt.

Acquired Immune Deficiency Syndrome (siehe AIDS)

Adamsapfel
Als Adamsapfel bezeichnet man den Kehlkopf beim Mann. Er ist ein (sekundäres) männliches Geschlechtsmerkmal. Weil er sich während der Pubertät vergrößert, bekommen Jungen einen Stimmbruch und somit eine tiefere Stimme. Der Kehlkopf kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei manchen Männern erkennst du ihn als kleinen Vorsprung am Hals.

Adoleszenz
Die Adoleszenz ist die Ausreifungsphase eines angehenden Erwachsenen und erfolgt etwa zwischen dem 16. und 25. Lebensjahr. Es handelt sich um die Zeit, in welcher sich der Jugendliche zur vollen biologischen und sozialen Reife entwickelt.
Einerseits werden die körperlichen Merkmale, wie z.B. das Größenwachstum oder die Geschlechtsmerkmale vollständig ausgebildet. Dass heißt: der Mensch hat seine endgültige Größe mit dem Abschluss der Adoleszenz erreicht und daran ändert sich nicht mehr viel. Andererseits spielt die soziale Reife auch eine wichtige Rolle. Sie ist gekennzeichnet durch die zunehmende Persönlichkeitsfestigung. Man kann auch sagen, dass der junge Mensch sich in die Welt der Erwachsenen eingliedert und dort „seinen Platz findet“.

Adonis
Adonis ist in der griechischen Mythologie der Name eines besonders schönen jungen Mannes. Wenn heutzutage jemanden als Adonis bezeichnet wird, dann ist der Typ meist gut gebaut, hübsch und knackig.
„Über den Stammbaum von Adonis gibt es viele sich widersprechende Legenden. Eine besonders interessante Version ist, dass der Knabe von Kinyras, König von Zypern, mit seiner Tochter Myrrha gezeugt wurde. Adonis wurde von Nymphen aufgezogen und entwickelte sich zu einem ausnehmend schönen Jüngling, in den sich alsbald Aphrodite, die Göttin von Liebe und Fruchtbarkeit, verliebte. Kriegsgott Ares betrachtete Adonis eifersüchtig als Nebenbuhler, da auch er Aphrodite begehrte. Er nutzte Adonis' Jagdleidenschaft aus, indem er sich in ein gewaltiges Wildschwein verwandelte und den Jüngling tötete. Die Tränen der Aphrodite ließen das Adonisröschen sprießen.“ (Quelle: sungaya.de)

After
Auch als Anus bekannt. Er ist das Ende bzw. der Ausgang des Darms und wird durch einen Ringmuskel verschlossen. Viele Menschen empfinden diesen Körperteil als schmutzig. Aber er ist ebenso eine erogene Zone. Es kann sehr lustvoll sein, an dieser Stelle gestreichelt oder mit der Zunge geleckt zu werden. Auch das Eindringen mit dem Finger oder dem Penis kann sexuell stimulierend sein. Willst Du mehr darüber erfahren, dann schau doch mal unter Analverkehr nach.

Aids (Flyer HIV / Aids)
Aids ist die Abkürzung für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ (erworbenes Immunschwäche-Syndrom) und wird seitens der Medizin den sexuell übertragbaren Krankheiten zugeordnet, da ungeschützter Sex weltweit das höchste Infektionsrisiko darstellt. Aids gilt immer noch als unheilbar und verläuft ohne Behandlung tödlich. Aber, es gibt mittlerweile eine Vielzahl an hochwirksamen, antiretroviralen Medikamenten, die bei konsequenter Einnahme eine Weitergabe der Infektion und die Krankheit Aids verhindern können. Falls du Fragen dazu hast findest du unter www.aidshilfe-beratung.de kompetente Ansprechpartner*innen.
Der Verursacher dieser Krankheit heißt HIV (Menschliches Immunschwäche Virus), welches durch den Austausch von Körperflüssigkeiten (Samen- und Scheidenflüssigkeit oder Blut) übertragen wird. Der Virus kann in die: T-Helfer-Zellen (weiße Blutkörperchen, die für die Abwehr von Krankheiten verantwortlich sind), die „Fresszellen“ (auch Makrophagen genannt, die u.a. für die Vernichtung von Krankheitserregern zuständig sind) und die Langerhans-Zellen (sogenannte dendritische Epidermiszellen z.B. in der Schleimhaut der Scheide, des Darms sowie unter der Vorhaut, auf der Eichel und in der Harnröhre) eindringen, sich dort vermehren und weitere Wirtszellen infizieren. HIV zerstört nach und nach das körpereigene Immunsystem, so dass es irgendwann so geschwächt ist und Krankheitserreger nicht mehr abwehren kann. Die danach auftretenden sehr unterschiedlichen Krankheitsbilder fasst man unter einem Syndrom zusammen und erst ab dieser Zeit spricht man von Aids.
HIV-infiziert bzw. HIV-positiv bedeutet, dass der Mensch sich mit dem HI-Virus angesteckt hat. Aber es heißt nicht, dass die Krankheit Aids bei ihm schon ausgebrochen ist. Zwischen der Infektion mit HIV und dem Ausbruch der Krankheit Aids kann sehr viel Zeit vergehen. Dennoch kann der infizierte Mensch das Virus auf andere übertragen. Deshalb gilt beim Geschlechtsverkehr: Immer Kondome verwenden!, wenn das Risiko sich mit HIV anzustecken nicht ausgeschlossen werden kann.
Für Nachweismethoden siehe Aids-Test und ELISA-Test.

Aidshilfe
Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) als Dachverband ist die bundesweite Interessenvertretung für Menschen mit HIV und Aids. Sie bietet Weiterbildungsveranstaltungen zum Themenkomplex Sexuelle Gesundheit, insbesondere zu HIV / Aids und sexuell übertragbare Krankheiten an. Dort kannst du zu diesen Themen ebenfalls Informationsmaterialien für verschieden Zielgruppen (z.B. für Männer, die Sex mit Männern haben) bestellen. Die regionalen Aidshilfen, wie z.B: auch die AIDS-Hilfe Leipzig e.V. (AHL) sind Organisationen, die sich auf regionaler Ebene für die Rechte von HIV-Infizierten und Aids-Kranken stark machen. Sie informieren über das HI-Virus, die Krankheit Aids sowie über deren Ansteckungswege und Schutzmöglichkeiten. Bei Sorgen und Fragen rund um das Thema HIV und Aids spenden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aidshilfen Trost und kostenlose Beratung.
Weiterhin vergeben die Aidshilfen kostenlos Informationsmaterialien der DAH und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und organisieren Präventionsveranstaltungen für verschiedene Zielgruppen sowie Selbsthilfegruppen für Betroffene und deren Angehörige.
Die bundesweite Beratungshotline für Fragen zu HIV / Aids lautet 0180 33 19411.
Du kannst dich aber auch online mit deinen Fragen an: www.aidshilfe-beratung.de wenden.

Aids-Test
Richtig heißt er HIV-Antikörper-Test. Denn durch eine Blutuntersuchung wird lediglich herausgefunden, ob sich gegen das HI-Virus Antikörper gebildet haben. Die HI-Viren verursachen die Krankheit Aids. Der Test kann frühestens 6 Wochen nach einer möglichen Infektion durchgeführt werden. Erst nach dieser Zeit hat der Mensch genügend Antikörper gebildet, welche dann durch den Test angezeigt werden können. Allerdings kann der Test nicht zeigen, wie lange der Virus schon im Körper ist, und wann die Person an Aids erkrankt.
Werden durch diese Testverfahren HIV-Antikörper oder HIV festgestellt, lautet das Testergebnis "positiv" wird nichts nachgewiesen, ist das Testergebnis "negativ" bzw. war der Test nicht-reaktiv.
Mit dem Test ist sehr verantwortungsvoll umzugehen. Deshalb gilt es folgendes zu beachten:
·Niemand darf ohne sein ausdrückliches Einverständnis getestet werden. Zwangstests oder stillschweigend durchgeführte Tests (z.B. bei Untersuchungen im Krankenhaus oder im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge) sind rechtlich unzulässig und können als Verletzung des Persönlichkeitsrechts und unter Umständen als Körperverletzung geahndet werden.
·Vor dem Test sollte ein Beratungsgespräch stattfinden.
·Die Testergebnisse – negative wie positive – dürfen nur persönlich, nicht brieflich oder telefonisch mitgeteilt werden.
·Die Mitteilung des Testergebnisses muss mit einem ausführlichen Beratungsgespräch verbunden sein.
Die Aidshilfen können darüber Auskunft geben, wo der Test sachgemäß durchgeführt wird. In den meisten Gesundheitsämtern wird er anonym und kostenlos angeboten.
(siehe auch ELISA-Test)

Akne
Pickel und Mitesser, die auf der Haut im Gesicht und Nacken, auf dem Rücken und der Brust entstehen, werden Akne genannt. Sie werden gebildet, wenn die Talgdrüsen der Haut zu viel Talg produzieren. Dabei werden die Poren verschlossen, der Talg sammelt sich an und die Pickel kommen zum Vorschein.
Warum das so ist, hat verschiedene Ursachen. Manchmal können Cremes, Make up, Medikamente, eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise die Aknebildung beeinflussen. Oft spielen Hormone eine große Rolle, besonders während der Pubertät können die Geschlechtshormone die Produktion von Talg und somit von Pickeln verstärken. Meist verschwinden sie im Laufe bzw. nach der Pubertät von selbst. Vom Hautarzt kannst du dir gegen Akne eine Salbe oder Tabletten verschreiben lassen. Bei Mädchen hilft oft auch die Einnahme der Pille.

Alkaloid / Alkaloide
Seit Jahrhunderten sind den Menschen die zum Teil giftigen, sexuell erregenden, psychoaktiven und halluzinogenen Effekte der Alkaloide bekannt. Sie bilden die wichtigste Stoffgruppe aller natürlich vorkommenden Gifte. Auf Grund ihrer stofflichen Beschaffenheit zeigen alle Alkaloide eine basische bzw. alkalische Wirkung. Die toxische Wirkung (giftige Wirkung) der Alkaloide ist, wie bei allen Giften, abhängig von der verwendeten Dosis. Alkaloide sind z.B. enthalten in: Tabak, Mohn, Coca-Pflanze.

Amor

In der römischen Mythologie Name eines Liebesgottes.

Ampulle

Spindelartige Verdickung der Samenleiter

Analverkehr
Beim Analverkehr dringt der Mann mit dem Penis in den After der Partnerin bzw. des Partners ein. Es können auch Finger, die Zunge oder Gegenstände (z.B. Dildos) einführt werden. Bei Gegenständen ist Vorsicht geboten, denn sie können im After Verletzungen hervorrufen oder verschwinden. In solch einem Fall unbedingt einen Arzt aufsuchen! Bei Analverkehr sind ausreichende Hygiene und Einfühlvermögen sehr wichtig. Für die einen ist diese Art von Sex etwas ekliges. Andere empfinden es als sehr lustvoll. Denn der After ist ein sehr empfindlicher Bereich, weil viele Nerven dort enden. Außerdem kann die Prostata des Mannes durch den Anstoß des Penis stimuliert werden. Im heterosexuellen Bereich diente der Analverkehr früher zur Schwangerschaftsverhütung.
Weil der After im Vergleich zur Scheide kein natürliches Gleitmittel produziert und nicht so dehnbar ist, sollten Gleitmittel verwendet werden, falls nicht könnte es zu leichten aber auch schmerzhaften Verletzungen kommen. Bei der Verwendung von Kondomen ist zu beachten, dass fettfreie und wasserlösliche Gleitmittel benutzt werden. Auf gar keinen Fall sollten fett- oder ölhaltige Cremes oder Gels Verwendung finden, denn diese zerstören das Kondom, machen es spröde und durchlässig. Somit ist der Schutz gegenüber Geschlechtskrankheiten, wie auch HIV, nicht mehr gegeben. Das einfachste und jederzeit zur Verfügung stehende Gleitmittel ist Speichel.
Nach dem Analsex sollte nicht sofort zum Vaginalsex bzw. Oralsex übergegangen werden, da sonst Darmbakterien und Viren (z.B. Herpes, Hepatitis, etc.) in die Scheide bzw. den Mund übertragen werden können. Deshalb sollte der Penis nach dem Analverkehr gründlich gereinigt oder ein neues Kondom benutzt werden.

Anbaggern
Durch anbaggern versucht du, die Auserwählte bzw. den Auserwählten auf dich aufmerksam zu machen. Der Hintergedanke ist dabei meist den anderen für sich zu gewinnen. Jeder hat da so seine eigene Methode.
Stell dir doch mal vor: du findest jemanden attraktiv und möchtest, dass sie oder er sich für dich interessiert. Was versuchst du, um mit ihr bzw. ihm in Kontakt zu kommen?
Es gibt gute und schlechte Anmachen. Mit einem Augenzwinkern oder lieben Lächeln kannst du meist mehr erreichen als mit platten Sprüchen, welche die Gefühle und Grenzen des anderen verletzen, überschreiten oder missachten. Manchmal fühltst auch du dich durch eine Anmache belästigt.

Androgene

Sexualhormone des Mannes


Androgynie
Androgynie kommt aus dem Griechischen und ist zusammengesetzt aus „aner“ / „andros“, das bedeutet Mann und „gyne“, was soviel heißt wie Frau. Wörtlich übersetzt lautet der Begriff Mannweiblichkeit.
Damit werden Menschen bezeichnet, die sich durch ihr Aussehen nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen lassen. Du kannst manchmal nicht genau erkennen, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Es sind männliche und weibliche Eigenschaften in einer Person vorhanden, also eine Mischung aus beiden Geschlechtern.
Androgynie hat aber nichts zu tun mit Transsexualität oder mit Zweigeschlechtlichkeit (Zwitter), denn ein androgyner Mann fühlt sich auch als Mann und eine androgyne Frau immer als Frau. Beide haben auch ihre entsprechenden Geschlechtsteile, nicht mehr und nicht weniger.
Meist ist dieses verwirrende Äußere gewollt und / oder wird zusätzlich betont z.B. durch Kleidung, Haarschnitt, Make up. Zur Zeit haben viele Models und Popstars ein androgynes Aussehen.

Androloge
Facharzt für Männerheilkunde oder Männerarzt.

Andrologie
Die Männerheilkunde ist die Lehre der reproduktiven Gesundheit von Männern, vom Bau und von der Funktion der männlichen Geschlechtsorgane, einschließlich der Zeugungsfähigkeit und ihrer Störungen sowie von den einschlägigen Krankheiten.

Andropause

Sie tritt beim Mann auf. Ähnlich wie bei der Frau die Wechseljahre, stellt sich die Zeugungsfähigkeit allmählich ein, indem keine befruchtungsfähigen Spermien mehr gebildet werden und der Sexualtrieb nachlässt. Die Hoden schütten jedoch weiterhin Testosteron aus.

Anilingus
Dieser Begriff leitet sich ab aus dem lateinischen: anus = After und lingo = lecken und bezeichnet somit die sexuelle Stimulierung des Anus mit der Zunge und den Lippen. Gemeint ist damit das Lecken oder Küssen des Afters. Im Englischen gibt es dafür den Ausdruck Rimming. Die deutsche Umgangssprache bezeichnet es als „Arschlecken“, was allerdings etwas abwertend klingt.
Für die einen ist diese Art von Sexualverkehr etwas ekliges. Aber andere empfinden es als sehr lustvoll. Denn der After ist ein sehr empfindlicher Bereich, weil viele Nerven dort enden. Er gehört zu den erogenen Zonen.
Beim Anilingus ist ausreichende Hygiene sehr wichtig. Da Darmbakterien und Infektionen übertragen werden können, solltest du auch hierbei an die nötigen Schutzvorkehrungen denken, z.B. Lecktücher. Das sind dünne Latextücher, die beim Oralsex auf den Anus gelegt werden. Diese Tücher können auch beim Oralsex an der Vagina verwendet werden. Allerdings kannst du ebenso ein aufgeschnittenes Kondom benutzen, das ist dünner und auch preiswerter. Im Notfall tut es auch eine Haushaltsfolie. Aber die ist nicht so sicher, da sie kleine Löcher hat und somit (für Krankheitserreger) durchlässig sein könnte.

Anorgasmie
Wenn du gern einen Orgasmus haben möchtest, aber beim Sex keinen bekommst bezeichnet die Medizin das als Anorgasmie. Die Ursachen können körperlicher aber auch seelischer Art sein. Auf jeden Fall solltest du zur Abklärung einen Facharzt oder eine Beratungsstelle aufgesuchen.

Antidepressiva
Depressionen sind Gemütszustände, die sich in Niedergeschlagenheit, trauriger Stimmung oder seelischer Verstimmtheit wiederspiegeln. Als Antidepressiva werden Medikamente bezeichnet, die gegen Depressionen - meist durch Einwirkung auf das vegetative Nervensystem - wirken.

Anti-Retrovirale-Therapie ( ART )
Die ART ist eine Behandlungsmethode, wobei über die Verabreichung von Arzneimittel die Replikation bzw. die Vermehrung von Retroviren (z.B. HIV) durch unterschiedliche Wirkmechanismen gehemmt werden und somit ein Voranschreiten der HIV-Infektion zum Vollbild Aids um viele Jahre hinaus gezögert werden kann.

Anus
Auch als After bekannt. Er ist das Ende bzw. der Ausgang des Darms und wird durch einen Ringmuskel verschlossen. Viele Menschen empfinden diesen Körperteil als schmutzig. Aber er ist ebenso eine erogene Zone. Es kann sehr lustvoll sein, an dieser Stelle gestreichelt oder mit der Zunge verwöhnt zu werden. Auch das Eindringen mit dem Finger oder dem Penis kann sexuell stimulierend sein. Willst du mehr darüber erfahren, dann schau doch mal unter Analverkehr nach.

Aphrodisiaka
Das Wort ist abgeleitet von der griechischen Liebesgöttin Aphrodite. Es bezeichnet Mittel, die eine Steigerung von Lust oder Liebesgefühl ermöglichen können. Die Wirkung solcher Stoffe werden aphrodisierend genannt. Eine einzelne Substanz heißt Aphrodisiakum.

Asexuell
Eine asexuelle Person hat keine Lust auf Sex. Andererseits kann asexuell auch geschlechtslos oder ungeschlechtlich bedeuten. Manche verwenden den Begriff, um auszudrücken, dass sie sich nicht vorstellen können, dass eine Person Sex hat.

Askese
Als Askese wird eine strenge enthaltsame Lebensweise von allen Bedürfnissen, also alles was schmeckt, Lust und Spaß macht, somit auch vom Sex, bezeichnet. Sie tritt meist im religiösen Zusammenhang auf. Die Askese ist vergleichbar mit der Abstinenz.

Atmosphäre
Es ist ein anderes Wort für Stimmung oder Umgebung. Eine erotische Stimmung kannst du zum Beispiel durch passende Musik, Kerzenlicht und angenehme Düfte erzeugen. Was für dich erotisch wirkt musst du für dich selbst herausfinden. Darüber hinaus wird die Gashülle eines Planeten als Atmosphäre bezeichnet.

Analkugeln
Sind mehrere an einer Schnur befestigte Kugeln, die du dir, wenn du dich selbst befriedigst oder mit jemanden Sex hast in den Anus einführst, um damit deine Lust zu steigern. Im Anschluss kannst du die Kugeln an dem Strick ganz leicht wieder herausziehen.

sexuelle Aufklärung
Jemanden erklären was Sexualität ist. Vor zweihundert Jahren war die sexuelle Aufklärung, so wie wir sie heute kennen, noch völlig unbekannt. Sexualität wurde im Altertum und Mittelalter als fester Bestandteil des Lebens betrachtet. Wie jedes andere Wissen, wurde auch sexuelles Wissen ganz selbstverständlich erworben und nicht als ein besonders problematischer Komplex betrachtet. Selbst zu Beginn der Neuzeit, als die städtische Mittelschicht begann, wichtige Informationen in gedruckter Form zu verbreiten, wurde Sexualität noch nicht als Thema für sich hervorgehoben. In Lehrbüchern für Kinder wurde sie offen als fester Bestandteil des Lebens gesehen, wie zum Beispiel in dem Buch von Erasmus von Rotterdam „Colloquia Familiaria“. Dieses enthält sehr offene Beschreibungen über sexuelles Verlangen, Geschlechtsverkehr, Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt. Es war ein Teil des täglichen Lebens, dem nicht mehr und nicht weniger Bedeutung zugemessen wurde als allen anderen Dingen von allgemeinen Interesse auch (vgl. Haeberle, 1985, S. 519).
Die Aufklärung, welche die AIDS-Hilfe Leipzig e.V. betreibt erfolgt auf Grundlage der emanzipatorischen Sexualpädagogik. Sie geht von einem weit gefassten Sexualbegriff aus, für den Sigmund Freud die Grundlagen schuf. Sexualität durchzieht das ganze Leben des Menschen - von der Geburt bis zum Tod. Sexualität wird verstanden als Lust- und Zärtlichkeitserleben. Sie ist nicht nur ein Naturereignis, sondern Körpersprache, die gelernt werden muss, wie die Sprache selbst. Das Sexualitätskonzept der emanzipatorischen Sexualerziehung schließt natürlich genitale und reproduktive Aspekte ein, aber sie ist nicht auf sie fixiert und sie stellt sie nicht als alleinige Funktion dar. Erziehungsziel ist ein bejahendes, lustbetontes Sexualleben, das alle Aspekte der Sexualität berücksichtigt. Erziehungsprinzipien der emanzipatorischen Sexualpädagogik sind die stufenweise Einführung und Erweiterung der Information, Unterstützung der Bedürfnisse nach Emotionalität und Zärtlichkeit. Der Leitgedanke einer mehrdimensionalen Sexualität liegt auch der Erziehung im Reifealter zugrunde. Sexualität ist nicht nur Reproduktion, sondern Körpererfahrung, Kommunikation, Körpersprache, Lustbefriedigung und zugleich Entspannung. Ja, Sexualität ist mehr als nur „rein und raus“ oder Geschlechtsverkehr. Selbstbefriedigung, Petting, Schmusen sind keine „Ersatzbefriedigungen“ sondern feste Bestandteile gelebter Sexualität. Homosexualität wird als gleichwertige Sexualform neben der Heterosexualität gesehen. Diese Erziehung fordert eine kritische Haltung gegenüber allen Zwängen und Ansprüchen, die Sexualität als Leistungs- und Konsumprinzip suggerieren. Sie fordert kritische Analyse und Eigenständigkeit, die auch Verzicht beinhaltet. Emanzipatorische Erziehung setzt sich für die Befähigung zur Gleichberechtigung ein. Partnerschaft ist ihr primäres Anliegen. Verantwortung steht auch in dieser Position an oberster Stelle. Präzisiert durch den Begriff der Solidarität zwischen den Geschlechtern, für sozial Benachteiligte, für Behinderte und für alle, die ihre Rechte auf Selbstbestimmung nicht ausreichend wahrnehmen können. Die Entstigmatisierung der Sexualität im Alter gehört ebenso dazu, wie die Solidarität mit jenen, die HIV-infiziert oder an Aids erkrankt sind. Emanzipation ist in diesem Sinne die Befreiung von Vorurteilen, aber auch die Erziehung zur Toleranz. Emanzipatorische Erziehung kann nicht alleine durch den Kopf realisiert werden. Sie muss Möglichkeiten eröffnen, sich mit der eigenen Sexualität auseinander zu setzen, mit der eigenen Sozialisation, mit den eigenen Wünschen und Begierden. Dies geht nicht über Belehrungen. An dieser Stelle seien Stichworte wie „lebendiges Lernen“, „Themenzentrierte Interaktion“, „Selbsterfahrung“, „Rollenspiel“ oder Erkundung und Projektunterricht genannt.

Aufpassen
(siehe Koitus interuptus)

Ausfluss
Bei Ausfluss handelt es sich um eine eitrige Flüssigkeit aus der Scheide oder dem Penis, die sehr unangenehm riechen kann. Ausfluss entsteht durch eine Entzündung in den Geschlechtsorganen, ausgelöst z.B. durch sexuell übertragbare Infektionen. In jeden Fall solltest du bei solchen Anzeichen einen Facharzt aufsuchen, z.B. Gynäkologen, Urologen oder Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten.

Autoerotik
Bedeutet nur sich selbst erotisch zu finden. Der autoerotische Mensch ist unfähig, von einen anderen Menschen als sich selbst sexuell erregt und befriedigt zu werden. Für ihn ist der eigene Körper der Allerschönste. Autoerotik ist eine Form des Narzissmus, eine Bezeichnung für starke Selbst- oder Eigenliebe.




Babystrich
Beim Babystrich handelt es sich um Kinderprostitution, d.h. minderjährige und nichtgeschlechtsreife Jugendliche bieten sich Erwachsenen für Geld an. Sex mit Minderjährigen ist aus rechtlicher Sicht strafbar, denn er hat für ihre Entwicklung nachteilige Folgen, da die Jungen und Mädchen noch nicht in der Lage sind dies körperlich und geistig zu verarbeiten.
Einige Kinder prostituieren sich, weil sie Geld brauchen. Meist kommen sie aus einer sozial ärmeren Schicht, sind von zu Hause oder aus dem Heim weggelaufen. Andere wiederum sind drogenabhängig und finanzieren sich auf diesem Weg ihre Sucht. Dazu sagt man auch Beschaffungsprostitution.
Für die Kinder und Jugendlichen, die sich prostituieren, gibt es in den meisten Großstädten Beratungsstellen. Dort können sie gemütlich Kaffee trinken, Wäsche waschen oder sich ausruhen. Sozialarbeiter geben ihnen Hilfe und Unterstützung oder beraten sie, wenn sie vom Strich aussteigen wollen. Kompetente Beratung in Leipzig findet ihr im Team „Anna O“, ein Projekt der Streetworker des Jugendamtes (Tel.: 0341 215 38 21).

Balanitis
Ist eine Entzündung der Eichel, kann aber auch zusammen mit einer Entzündung der Vorhaut auftreten. Verursacht wird die Infektion meist durch einen Pilz, Gonorrhö (Tripper) oder Syphilis. Außerdem gibt es Zusammenhänge zwischen Balanitis und dem übermäßigen Waschen des Penis mit starken Seifen. Auch durch zu wenig Hygiene kann sich unter der Vorhaut eine weiße Substanz (Smegma) bilden, welche das Bakterienwachstum begünstigt und zu Entzündungen führen kann. Bei den angeführten Beschwerden solltest du immer einen Arzt zu Rate ziehen.

Bareback
Der Begriff kommt aus dem amerikanischen und bedeutet wörtlich übersetzt nackter Hintern, in der Sprache der Cowboys „Reiten ohne Sattel“ und im Zusammenhang mit Sex steht barebacking für ungeschützten Sex, d.h. Sex ohne Kondom. Wobei bareback für eine bewusste Entscheidung steht, auf Kondome beim Sex zu verzichten und das im Bewusstsein all seiner möglichen Konsequenzen. Ungeschützten Sex, d.h. unsafe sex gab und gibt es immer. Die Gründe dafür, dass es Menschen nicht immer gelingt sich und andere vor sexuell übertragbaren Infektionen, insbesondere vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen sind sehr vielfältig.

Bartwuchs
Er ist ein sekundäres Geschlechtsmerkmal bei Männern, manchmal auch bei Frauen. Die Hormone steuern wie viele oder wenige Haare sprießen. Sie lassen sich dafür bei dem Einen mehr bei dem Anderen etwas weniger Zeit. Denn bis zum 25. Lebensjahr dauert es in etwa bis der männliche (auch weibliche) Körper voll ausgereift ist.

sexuelle Bedürfnisse
Ist die Sammelbezeichnung für erlebte Spannungszustände, aus denen individuelle Wünsche nach sexueller Aktivität und Befriedigung entstehen. Vom ersten Lebenstag an bestehen unspezifische sexuelle Bedürfnisse als allgemeine Suche nach Lustempfindung. Sie entwickelt sich im Verlauf der körperlichen und psychischen Entwicklung und bleiben im Allgemeinen bis ins hohe Lebensalter bestehen. Sexuelle Bedürfnisse werden beeinflusst von individuellen Erfahrungen sowie gesellschaftlichen Vorgaben. Beim Menschen sind sowohl die Stärke sexueller Bedürfnisse als auch die gewählte Art der Befriedigung außerordentlich variabel.

sexuelle Befriedigung
Befriedigung kann erlebt werden im Zusammenhang mit rein sexueller Erregung (Geilheit), aber auch als Mittel, um besser einschlafen zu können oder sich die Langeweile zu vertreiben, um sich einfach besser zu fühlen, um sich nach einem Streit zu versöhnen, um neue oder alte psychische Verletzungen zu heilen, um seinen Ärger auszutoben, um sich seiner selbst und seiner Körperlichkeit oder aber des anderen zu versichern, um sich und den anderen in seiner Lust und Erregtheit zu erleben. Die Qualität der Befriedigungsform kann dabei einmal eher unterdurchschnittlich, ein anderes Mal ganz außerordentlich sein. Manchmal geht mit der Befriedigung das Gefühl des Verschmelzens mit der Welt einher, zuweilen aber auch das der Getrenntheit. Der eine ist darauf bedacht, sich in der Befriedigung seiner Kontrolle über die Situation zu versichern, der andere ganz darauf ausgerichtet, sich zu verlieren, seine Selbstbeherrschung zu überwinden, sich dem anderen mit seinen Ängsten anzuvertrauen. Der eine sucht das Unerlaubte, Anstößige, das Verbot, der andere das Unerreichbare. Der eine erlebt Triumph und Größe, der andere Entspanntheit und Dankbarkeit. (S.R. Dunde „Handbuch der Sexualität“, 1992, S. 15)
Sexuelle Befriedigung wird oft nur mit dem Erlangen eines Orgasmus als Einheit wahrgenommen, d.h. aber nicht, dass Sexualität auch ohne Orgasmus als befriedigend erlebt werden kann.

sexuelle Belästigung
Darunter fallen anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, indiskrete Fragen, pornographische Wandbilder und Berührungen, die bis zur Vergewaltigung führen können. Sexuell belästigt bzw. übergriffig angemacht werden nicht nur Frauen von Männern am Arbeitsplatz, oft unter Ausnutzung der bestehenden Machtverhältnisse. Auch in der schwulen Szene gibt es immer wieder Männern, die andere Männer übergriffig anmachen oder gar massiv bedrängen sich sexuell auf sie einzulassen bzw. sexuelle Vorlieben mit ihnen auszuleben, die sie selbst nicht als sexuell erregend empfinden.

Beschneidung
Sie ist eine Operation, bei welcher die Vorhaut am Penis eingeschnitten oder entfernt wird. Man führt die Beschneidung z.B. bei einer Vorhautverengung (der moderne Fachausdruck: Phimose) durch. In einigen Kulturen wird sie aus hygienischen, damit sich unter der Vorhaut nichts ansammeln kann, in anderen aus religiösen Gründen vorgenommen, z.B. bei Juden und Moslems. Nachdem die Vorhaut entfernt wurde, besteht für die Eichel kein Schutz mehr. So kann die Empfindlichkeit der Eichel abnehmen, z.B. durch ständigen, direkten Kontakt mit der Kleidung.
Durch die Beschneidung kommt es zu einer Verringerung der Schleimhautoberfläche. Vor allem die Vorhaut, die bei einer Beschneidung ganz oder teilweise entfernt wird, ist reich an Langerhans-Zellen und Lymphozyten, die HIV aufnehmen können. Auch andere sexuell übertragbare Erkrankungen treten seltener auf, wodurch deren Rolle als Kofaktoren, die eine HIV-Infektion begünstigen, reduziert wird. Unbeeinflusst von einer Beschneidung bleiben aber weitere Eintrittspforten für HIV am Penis erhalten: die Schleimhaut der Eichel, die Harnröhrenöffnung und vor allem das Bändchen (Frenulum), das bei der Beschneidung meist erhalten bleibt.
Weltweit gibt es Gebiete, in denen Beschneidungen an den weiblichen Geschlechtsorganen durchgeführt werden. Ohne Narkose werden die Schamlippen und/oder die Klitoris bei den noch sehr jungen Mädchen entfernt. Da diese Eingriffe unter sehr unhygienischen Bedingungen stattfinden, kommt es oft zu Infektionen. Viele sterben daran oder haben ein Leben lang Schmerzen, nicht zu vergessen die psychischen Schäden, die sie davon tragen. Diese Genitalverstümmelung dient dazu, das Kind in den Erwachsenenkreis aufzunehmen und seine sexuelle Lust zu zerstören. Die Frauen sollen noch rein sein, wenn man sie an den Ehemann verkauft.
In Deutschland gilt die Beschneidung bei Frauen als Körperverletzung und ist somit strafbar. Sie ist eine Menschenrechtsverletzung, die mit Gewalt praktiziert wird.

sexuelle Beziehung
Beziehung ist eine Sammelbezeichnung unterschiedlichster Formen von Verbindungen oder Begegnungen zwischen Menschen sowie für das Verhältnis zu einer Gesellschaft (soziale Beziehung). Darüber hinaus gibt es z.B. wirtschaftliche, bilaterale oder Beziehungen zwischen Vereinen und Institutionen.
Ganz allgemein fassen wir unter einer sexuellen Beziehung alle Aspekte zusammen, die sich auf die zwischenmenschliche Sexualität beziehen. Das können sexuelle Aspekte einer Partnerschaft oder auch ein one-night-stand sein.

Bigamie
Das bedeutet ein Mann ist mit zwei Frauen verheiratet oder eine Frau mit zwei Männern. In Deutschland und in vielen westeuropäischen Ländern ist Bigamie verboten. In anderen Kulturen ist es aber meist üblich, dass ein Mann mehrere Frauen hat. In einigen ostasiatischen Ländern darf eine Frau sogar mehrere Männer heiraten.

Bisexualität
Bezeichnet Menschen, die beide Geschlechtern sexuell anziehend finden, mit Frauen und Männern Sex haben und sich in beide verlieben können.
Bisexuelle Menschen sind aber keine Zwitter, d.h. sie haben entweder nur weibliche oder nur männliche Geschlechtsorgane.

Bläschendrüsen
Sie werden auch als Samenblasen bezeichnet. Sie sind an beiden Samenleitern paarig angelegt und münden gemeinsam mit ihnen in die Harnröhre. Sie sondern ein spezielles (zuckerhaltiges) Sekret ab, welches bei einer Ejakulation den Samenzellen zugesetzt wird, um ihre Beweglichkeit im sauren Millieu der Vagina zu verbessern und sie auf ihrer langen Reise zur Eizelle mit Energie zu versorgen. Die Sekrete der Bläschendrüsen bilden 60-70% des Ejakulats.

Blasen
Beim Blasen, auch Fellatio oder Oralverkehr genannt, wird der Penis des Mannes mit dem Mund befriedigt. Durch rhythmisches Saugen, umspielen mit der Zunge und küssen mit den Lippen kann der Penis stimuliert und zur Ejakulation (Samenerguss) geführt werden. Bei dieser Sexualpraktik spielen ausreichende Hygiene und Einfühlungsvermögen eine große Rolle, denn die Eichel ist sehr empfindlich. Natürlich kannst du dich beim Oralverkehr mit sexuell übertragbaren Krankheiten anstecken. Manche mögen diese Sexualpraktik nicht, andere wiederum wollen nur das Sperma nicht schlucken. Deshalb probiere selbst aus, was dir gefällt und was nicht.
Viele Jugendliche stellen öfters die Frage, ob man durch Oralverkehr schwanger werden kann. Das kann man natürlich nicht, denn die Samenzellen können die Eizelle auf diesem Weg nicht erreichen.

Blinddate
Eine Verabredung mit einer anderen Person, die du vorher noch nicht gesehen hast. Bei diesem Treffen siehst du dann, den Menschen zum ersten Mal, mit dem du vielleicht telefoniert oder E-Mails ausgetauscht hast, oder auch bisher gar keinen Kontakt hattest.

Bondage
Der Begriff stammt aus dem englischen Sprachraum und bedeutet übersetzt so viel wie Sklaverei. Unter Menschen mit sadomasochistischen Neigungen heute eine übliche Bezeichnung für Fesselung bzw. Fesselspiele. Sich dem Partner ganz ausliefern, sich nicht mehr bewegen können: das ist für den Passiven der Reiz beim Fesseln. Für den Aktiven liegt der Reiz darin, ganz die Gewalt über jemanden zu haben. Das heißt dann aber auch, Verantwortung zu tragen und sich an Absprachen zu halten. Mit dem Gefesselten kannst du alles machen, was er möchte.
Aus Gründen der Sicherheit sollte vor Beginn der Handlungen ein beendender Stopp-Code vereinbart werden. Außerdem solltest du Fesseln oder auch Handschellen nicht fest und nicht zu lange am Körper befestigen, sonst kommt es leicht zu Abschnürungen, wodurch die Blutzufuhr ins Gewebe behindert wird. Achte auch auf geeignete Materialien zum Fesseln, z.B. weiche Stricke. Draht ist völlig ungeeignet.

Branding
Mehr noch als Tattoos oder Piercing hat das Setzen von Brandmalen mittels heißem Metall einen stark rituellen Charakter. So ist Branding z.B. eine Spielart in der SM Szene und kann ein Zeichen völliger Hingabe an eine andere Person sein.
Branding ist weltweit verbreitet und hat eine sehr lange Tradition. Als sichtbarer Ausdruck eines Initiationsritus oder auch als individueller Schmuck ist Branding in vielen Kulturen gebräuchlich.
Der Schmerz ist häufig nicht so stark wie erwartet, da der Körper auf die Verbrennung dritten Grades mit einer sofortigen Endorphinausschüttung reagiert. Bis zur Narbenbildung einige Wochen später, muss das Branding gut gepflegt werden, um Infektionen zu vermeiden.
Wie beim Piercing und Tätowieren sollten die Pflegeanweisungen des Branders beachtet werden. Wenn sich übermäßige Entzündungen wie Rötung, Schwellung, Schmerz und Hitze einstellen, solltest du einen Arzt aufsuchen.
Um schwere Infektionen oder gravierende Verletzungen zu vermeiden, muss der Brander ein gewisses Maß an Erfahrungen haben. Niemals selber oder im Rahmen sexueller Spielereien branden.

Brustwarzen
Sind Vorwölbungen im Brustwarzenhof, die mit zahlreichen sensiblen Nervenendigungen ausgestattet sind und bei sexueller Erregung und Berührungsreizen - von Männern sehr unterschiedlich wahrgenommen - zu einer Verdichtung und Aufrichtung (Errektion) führen.

Bumsen
Umgangssprachliche Bezeichnung für Geschlechtsverkehr.



Callboy
Ein Mann, der seine (ausgehandelten) Dienste in Sexanzeigen in Zeitungen oder im Internet bzw. über einen Escort-Service anbietet.
Stricher oder Strichjunge sind eher abwertende Bezeichnungen im Jargon der Prostitution.

Casanova
Giacomo Girolamo Casanova, der sich selbst Chevalier de Seingalt nannte, war wohl der berühmteste Frauenheld des 18.Jahrhunderts. Durch seine endlosen Liebschaften und sein abenteuerliches Leben ist er bekannt geworden. Mit raffinierten Schmeicheleien soll er jede Frau fasziniert und schließlich rumgekriegt haben. Er liebte viele Frauen und war keiner einzigen treu, denn er scheute feste Bindungen. Er veröffentlichte sogar seine Lebensgeschichte mit all seinen zahlreichen Liebesabenteuern und zeigte somit das Sittenbild der damaligen Gesellschaft. Sein Name steht für einen skrupellosen Verführer, der jede Gelegenheit auskostet. Heute werden oft Männer, die viele Affären haben oder Frauen rumkriegen wollen, so bezeichnet.

Chlamydien-Infektion ( Flyer Chlamydien [PDF] )
Sie gehört zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Viele Menschen sind infiziert, ohne es zu wissen, da häufig keine oder nur leichte Symptome auftreten. Trotzdem kann die Infektion weitergegeben werden. Beschwerden können sich etwa ein bis sechs Wochen nach der Ansteckung zeigen und äußern sich hauptsächlich durch Brennen beim Wasserlassen und / oder schleimig-eitrigen Ausfluss. Chlamydien können nach einer oralen Übertragung auch Halsschmerzen, nach einer analen Übertragung Ausfluss aus dem Anus verursachen. Erreger, die auf die Hände und von dort in die Augen gelangen, können eitrige Bindehautentzündungen hervorrufen.
Falls die Infektion nicht erkannt bzw. nicht behandelt wurde kann sie bei der Frau zur Unfruchtbarkeit führen. Beim Mann können sich auch Entzündungen der Nebenhoden und der Prostata entwickeln, die die Fruchtbarkeit gefährden. Darüber hinaus erhöht sich das Risiko einer Ansteckung mit HIV, da das HI-Virus bei gereizter Schleimhaut leichter eindringen kann.

Christopher-Street-Day ( CSD )
1969 kam es in der New Yorker Christopher Street nach einer Polizei-Razzia in einem Lokal für homosexuelle Männer und Frauen zu mehrere Tage andauernden Protesten einer großen Anzahl von Schwulen und Lesben, die sich in der Folge als Beginn in ihrer endgültigen gesellschaftlichen Anerkennung erwiesen. Seitdem werden in einer zunehmenden Anzahl von Ländern jährliche Demonstrationen von Schwulen und Lesben veranstaltet, die in den Großstädten der Industrieländer inzwischen den Charakter großer Straßenfeste haben. Der CSD erinnert jährlich als Gedenktag der Homosexuellenbewegung an den ersten Widerstand von Schwulen und Lesben gegen staatliche Repressionen.
Zum CSD in Leipzig findest du weitere Informationen unter: www.csd-leipzig.de

Cockring
Sogenannte Penisringe werden zur Verstärkung und Verlängerung der Erektion um Penis und / oder Hoden gelegt. Obwohl Cockringe aus Metall weit verbreitet sind, sollte man sie nur benutzen, wenn sie ein abschraubbares Segment haben. Vor allem, wenn der Cockring sehr eng ansitzt, kann er oft nicht mehr entfernt werden, da die Erektion erhalten bleibt und er nur im nicht-eregierten Zustand entfernt werden kann. In diesem Fall muss unbedingt medizinische Hilfe aufgesucht werden. Wegen dieser möglichen Gefahr sind Cockringe aus Leder, Gummi oder weichem Kunststoff vorzuziehen. Ideal sind auch Penisringe, die mittels einer größeren Anzahl von Druckknöpfen auf verschiedene Größen eingestellt werden können.

Coitus interuptus
(siehe Koitus interuptus)

Coming-out
Das innere Coming-out, sich selbst einzugestehen, dass als Junge bzw. Mann zu Jungen bzw. Männern (Mädchen bzw. Frau zu Mädchen bzw. Frauen) hingezogen fühlt, ist meist nur der erste Schritt in einem langen, oft lebenslangen Prozess. Wer sich selbst über seine sexuelle Orientierung immer sicherer geworden ist, möchte damit meistens auch offen umgehen können, möchte l(i)eben, was er fühlt. Hier liegt auch der Ursprung des Begriffs „Coming-out“ in seiner heutigen Bedeutung. Denn im Englischen heißt „coming out of the closet“ so viel wie „aus dem Wandschrank herauskommen“, also sich nicht mehr zu verstecken. Wann und wie das coming out abläuft, ist dabei höchst unterschiedlich. Bei manchen fängt es schon vor der Pubertät an, bei anderen erst, nachdem sie lange mit einer Frau zusammengelebt und Kinder bekommen haben. Einige gehen sehr offensiv mit ihrem Schwulsein um, andere dagegen ziehen es vor, nur die engsten Freunde zu informieren – und viele Männer haben Sex mit Männern, ohne sich als homosexuell oder schwul zu verstehen. In Leipzig gibt es eine Coming-out Gruppe, die sich J.u.n.g.S. (Jung und nicht gemäß Sexualnorm) nennen. Sie sind zu erreichen unter: www.gay-in-le.de.
Das unfreiwillige Coming-out durch öffentliche Zuweisung wird als Outing bezeichnet.

Cowper-Drüsen (Bulbourethraldrüsen)

Männliche, paarige und erbsengroße Drüsen im Beckenboden, unterhalb der Prostata, deren Ausführungsgänge in die hintere Harnröhre münden. Ihr transparentes Sekret wird bei sexueller Erregung (vor dem Samenerguss) freigesetzt, reinigt die Harnröhre von Urinresten und wirkt als Gleitmittel beim Geschlechtsverkehr. Das sichtbar aus der Harnröhre austretende Sekret wird auch als Lusttropfen bezeichnet und kann durchaus Samenzellen und Krankheitserreger mitführen. Im Penisteil der Harnröhre befinden sich weitere Drüsen, die bei der Erektion des Penis ausgepresst werden (Urethraldrüsen).

Cruising
Aus der Schwulenszene stammende Jargonbezeichnung für das Aufsuchen von Treffpunkten, z.B. Parkanlagen, zur Aufnahme von anonymen Sexualkontakten. Sogenannte cruising aereas oder Darkrooms befinden sich auch in Nebenräumen von Kneipen, Saunen oder Sexshops.

Cunnilingus
Kommt aus dem Lateinischen und ist abgeleitet von „cunnus“ (weibliches Geschlechtsorgan) und „lingus“ (Zunge) und bedeutet mit dem Mund oder der Zunge die Genitalien der Frau zu stimulieren. Dabei werden besonders ihr Kitzler und ihre Schamlippen liebkost und erregt und mit der Zunge oder den Lippen des Partners bis zum Orgasmus gereizt.
Bei dieser Sexualpraktik solltest du auf Körperpflege bzw. Hygiene achten.
Die Gefahr sich mit HIV anzustecken ist beim Cunnilingus zu vernachlässigen. Allerdings ist eine Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen, wie z.B. Gonorrhö (Tripper) oder Chlamydien, nicht ausgeschlossen.

Cybersex
Cybersex ist Sex am Internet. Es ist vergleichbar mit Telefonsex, aber anstatt zu sprechen, schreibt man sich. Einige verwenden auch eine webcam, die es ermöglicht sich gegenseitig zu sehen.
Normalerweise sind sich die Akteure fremd und möchten anonym bleiben. Es geht um die sexuelle Erregung des Momentes, wodurch es sich vom Cyberdating (Verabredung am Internet) unterscheidet.
Im Cybersex kannst du sexuelle Phantasien teilen, aber auch vortäuschen, dass du Sex hast, indem du beschreibst, was du gerade tust oder deinem imaginären Partner sagst, was er tun sollte.




Damm

Muskel- Hautbezirk zwischen weiblicher Scheide und After bzw. männlichem Hodensack und After.

Darkroom
Bezeichnung für einen stark oder weniger abgedunkelten Nebenraum von Nachtclubs, Kneipen, Saunen oder Sexshops, in dem anonyme Sexualkontakte aufgenommen werden können.

Das erste Mal
’Das erste Mal’ erinnert dich meist an den ersten Zungenkuss, die ersten intimen Berührungen oder an das erste Mal mit jemandem schlafen. Mache etwas daraus, um es zu einer schönen Erinnerung werden zu lassen. Das wichtigste dabei ist jedoch, dass du es tust, weil du es willst, weil ihr beide es wollt. Der Ausgangspunkt sollte immer dein eigenes Gefühl und Verlangen sein. Tu es nie, nur weil der andere die Initiative nimmt und du nicht ’nein’ sagen willst.

Depression
Das ist der lateinische Begriff für Niedergeschlagenheit, traurige Stimmung oder seelische Verstimmtheit. Als antidepressiv bezeichnet man Substanzen, die gegen eine solche Verstimmtheit wirken.

Dildo
Leitet sich ab aus dem Italienischen von diletto = Geliebter. Bei einem Dildo handelt es sich meist um eine Nachbildung eines Penis aus Gummi oder Plastik, manchmal auch aus Holz, Edelstahl oder Leder. Er kann als Sexspielzeug oder zur Selbstbefriedigung benutzt werden und variiert in seiner Größe und Form. Es gibt Dildos, die Batteriebetrieben oder mit einem Netzteil funktionieren und ihn dadurch zum vibrieren bringen. Deshalb nennt man solch einen Dildo auch Vibrator.
Zum Schutz vor Krankheiten, z.B. wenn der Dildo gleichzeitig von mehreren Personen benutzt wird, sollte bei jeder erneuten Benutzung das benutzte Kondom entfernt und ein neues Kondom über ihn gezogen werden. Das ist auch wichtig für die Reinhaltung. Denn nur mit Wasser und Seife wird der Dildo nicht keimfrei. Desinfektionsmittel greifen die Oberfläche des Dildos an und sind zudem nicht verträglich für die Schleimhäute.

Dirty sex
Aus dem Englischen in die deutsche Umgangssprache übernommener Begriff für das Verwenden von Kot und Urin als „schmutzige“ Ausscheidungen bei sexuellen Aktivitäten.

sexuelle Diskriminierung
Sexuelle Diskriminierung und Gewalt werden in vielfältiger Art und Weise ausgeübt und richtet sich hauptsächlich gegen Frauen, aber auch gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle bzw. all die Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung nicht der allgemeingültigen Norm entsprechen. Sexuelle Diskriminierung geschieht verbal, nonverbal und auch durch tätliche Übergriffe. Es gelten Verhaltens- und Handlungsweisen als sexuelle Diskriminierung und Gewalt, die in sexueller Hinsicht beleidigend und/oder demütigend sind und zur Folge haben, dass die Person, gegen die sich diese Verhaltens- und Handlungsweise richtet, bedroht, erniedrigt und/oder belästigt wird.

Doktorspiele

Bezeichnung für sexuell gefärbte Kinderspiele, bei denen ärztliche Untersuchungen nachgeahmt werden.

Bezeichnung für Kliniksex unter Erwachsenen.

Drag Queen / Drag King
Bezeichnung für weiblichen / männlichen Transvestiten. (siehe auch Transvestismus)

flotter Dreier / Gang Bang / Gruppensex / Orgie
Damit ist gemeint, dass drei Menschen (oder mehr), das Geschlecht spielt keine Rolle, Sex miteinander haben. Der Sex zu dritt kann zwischen 2 Frauen und 1 Mann, 2 Männern und 1 Frau, 3 Männern oder 3 Frauen stattfinden. Wobei die eine Person entweder nur zuschaut und ihre Schaulust dabei befriedigt oder aktiv am Geschehen beteiligt ist. Beim „flotten Dreier“ können, wie beim „normalen“ Geschlechtsverkehr zu zweit, alle Sexualpraktiken angewendet werden. Es sind gleichzeitig sogar noch mehr Möglichkeiten und Variationen gegeben, weil mehrere Personen beteiligt sind. So können z.B. Vaginal- und Analverkehr gleichzeitig ausgeführt werden. Auch Oralverkehr ist dabei sehr beliebt, d.h. während 2 Partner miteinander schlafen, kann der dritte mit dem Mund befriedigt werden oder zusätzlich einen der beiden anderen befriedigen.
Der flotte Dreier hat einen starken erotischen Reiz aufgrund der zusätzlichen Spannung, die durch das Beobachten und Beobachtet Werdens entsteht. Auch die dritte Person kann das eingefahrene Sexualleben z.B. bei Ehepaaren auffrischen, da etwas Neues, Unbekanntes dazu kommt. Allerdings ist eine Dreierbeziehung als Langzeitbeziehung oft nicht einfach zu händeln.

Dominus / Domina
Lateinisch für Herr / Herrin. Es geht im allgemeinen Sprachgebrauch um eine sexuell orientierte Rollenverteilung die mit der spielhaften Beherrschung und Unterdrücktheit eines Partners zu tun hat. Ziel ist der gegenseitige Lustgewinn.
(siehe auch Sadismus)

Doppelleben
Davon ist die Rede, wenn ein Partner mit zwei (oder mehreren) Personen Intimkontakt pflegt und diese nichts voneinander wissen. Der Partner verheimlicht, dass er fremd geht.

Drittes Geschlecht
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gerne per e-mail!)

Duftstoffe
Duftstoffe sind alles was man riechen kann, nicht nur die als angenehm empfundenen Gerüche. Die menschliche Nase kann mehr als 10.000 Gerüche unterscheiden, die in 7 Geruchsklassen eingeteilt sind: blumig, ätherisch, moschusartig, kampferartig, schweißig, faulig, stechend. Sie werden über die erst 1856 entdeckten Riechzellen wahrgenommen.
Diese Riechzellen oder auch Rezeptoren des Geruchsinns sitzen im oberen Drittel der Nasenhöhlenschleimhaut. Sie leiten von dort aus die Geruchsempfindung, also den Duftstoff, oder Lockstoff (Pheromone), direkt zur Großhirnrinde weiter. Es handelt sich hierbei um die Gehirnregion, von der aus auch das Triebverhalten gesteuert wird. Deshalb besteht auch eine enge Verbindung zwischen den Eigengeruch eines Menschen und welche Auswirkungen dieser auf andere ausübt. So kann man einige Menschen „gut riechen“ und manche Menschen „stinken einem“. Das gilt auch für die Liebe: ist man in einen Menschen verliebt, dann mag man auch seinen Geruch. Oder ist man gerade wegen seines Geruchs in ihn verliebt?



Eichel (Glans)
Die Eichel ist die verdickte Spitze des Penis. Sie ist der Teil des Penis, der am reizempfindlichsten ist. Meist ist sie von einer Vorhaut (einer Hautfalte) bedeckt. Manche Jungen und Männer sind beschnitten und haben aus diesem Grunde keine Vorhaut. Diese Beschneidung (bei der die Vorhaut entfernt wird) kann medizinische oder aber auch religiöse Hintergründe haben.

Eier
Umgangssprachliche Bezeichnung für die Hoden des Mannes.

Eifersucht
Eifersucht ist eine Mischung aus Gefühlen, die Zutaten sind Angst, Ärger, Wut, Zorn, Hass, Verachtung, Scham, Neid, Verzweiflung, Trauer, Depression,... Sie erwischt jeden von uns einmal, auch wenn wir glauben vor ihr sicher zu sein.
Eifersucht äußert sich oft aufgrund von starker Unsicherheit und Angst, jemanden zu verlieren. Wer eifersüchtig ist, muss kein schlechter, charakterloser Mensch sein. Meist hat derjenige wenig Selbstvertrauen und Vertrauen zu anderen und ein geringes Selbstwertgefühl bzw. Selbstbewusstsein. Er / sie ist auch sehr besitzergreifend, will seine Partnerin oder seinen Partner ganz für sich alleine besitzen und lässt ihm / ihr keinen Freiraum. Ständige Kontrolle des Partners, Eifersuchtsszenen, falsche Beschuldigungen das macht auf Dauer natürlich die Liebe und auch die Beziehung kaputt.
Andererseits ist ein bisschen Eifersucht ab und zu ganz O.K.. Schließlich ist es auch schön, wenn du spürst, dass du dem anderen wichtig bist. Auf die Dosierung kommt es an.
Meistens gibt es überhaupt keinen Grund zur Eifersucht. Deshalb ist es sehr wichtig offen und ehrlich mit seinem Partner darüber zu reden. Damit kannst du Missverständnisse aus dem Weg räumen und bist mit deinen Gefühlen (Ärger, Angst) nicht mehr allein.
Wenn du einmal eifersüchtig bist, immer daran denken: „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.“

Ejakularche
Damit wird der aller erste Samenerguss des Heranwachsenden in der Pubertät bezeichnet.

Ejakulat (auch Sperma)
Ejakulat ist das Fremdwort für Samenflüssigkeit, welche beim Orgasmus des Mannes ausgestoßen wird.
5% des Ejakulats besteht aus Samenzellen, die in den Hoden bzw. Nebenhoden produziert werden. 40-80% der Samenflüssigkeiten kommen aus den Samenbläschen. Die Restlichen 10-30% steuern die Prostata und 2-5% die Cowperschen Drüsen bei.

Ejakulation
Ist das Fremdwort für Samenerguss. Es bezeichnet das Herausspritzen bzw. das Herauslaufen der Samenflüssigkeit aus dem Penis. Ein Samenerguss besteht aus ca. 20 bis 40 Millilitern Flüssigkeit, das entspricht etwa einen Teelöffel voll, und enthält mindestens 20 Millionen Samenzellen pro Milliliter.

Ejakulationsstörungen
Unter dem Sammelbegriff Ejakulationsstörungen kann die Unfähigkeit zum Samenerguss durch verschiedene Krankheiten, Entfernung der Hoden (Kastration), psychische Probleme oder als Nebenwirkung mancher Medikamente bezeichnet werden, aber auch geringes Ejakulatvolumen; "trockener Orgasmus", (Becken-) Schmerzen, vorzeitige Ejakulation, usw.
Beim vorzeitigen Samenerguss (ejaculatio praecox) kommt es ungewollt und "zu früh" zum Samenerguss; beim Küssen oder der ersten Berührung des Penis durch den Sexualpartner oder direkt nach dem Eindringen. Dieses Problem kann als ausgeprägte Belastung empfunden werden, die zu Einschränkungen im Sexualleben führt.
Eine weitere Form der Ejakulationsstörungen ist das rückwärtige Ausstoßen der Samenflüssigkeit in die Harnblase.
Im Alter lässt die Fähigkeit eine Erektion zu bekommen und zu ejakulieren im Durchschnitt nach.
Ejakulationsstörungen sollten nicht mit Erektionsstörungen verwechselt werden.
Bei Problemen solltest du dich an eine regionale Beratungsstellen wenden.

ELISA-Test
Der ELISA-Test ist eine Labormethode für den HIV-Antikörper-Test (siehe auch AIDS-Test). Im Labor wird das Blut auf Antikörper (Abwehrstoffe) gegen das HI-Virus untersucht. Dazu verwendet man den ELISA-Test.
Bei dieser Methode werden HIV-Antigene und menschliche Antikörper vom Patientenserum (flüssige Bestandteile des Blutes) miteinander vermischt. Sind HIV-Antikörper im Blut des Patienten enthalten, so binden diese sich an die Antigene. Mit Hilfe eines Enzyms wird die Reaktion zwischen den Antikörpern und Antigenen sichtbar gemacht. Ändert sich also die Farbe haben sich Antikörper und Antigene miteinander verbunden, d.h. Antikörper sind nachgewiesen, der Patient ist mit dem HI-Virus infiziert, also HIV-positiv. Werden bei dem ELISA-Test HIV-Antikörper festgestellt, wird zur Sicherheit ein weiterer Test durchgeführt: der WESTERN-BLOT oder auch IMMUNOBLOT-Test. Er wird zur Bestätigung des positiven Testergebnisses genutzt.
Werden keine Abwehrstoffe im Blut nachgewiesen, heißt das Ergebnis HIV negativ.
Die HIV Antikörper können erst 6 Wochen nach einer möglichen Ansteckung nachgewiesen werden, weil der Körper erst nach dieser Zeit genügend Abwehrstoffe gegen das HI-Virus gebildet hat. Deshalb zeigt das Testergebnis nur den Immunstatus von vor etwa zwei Monaten an und nicht den jetzigen.
Die Aidshilfen können darüber Auskunft geben, wo der Test sachgemäß durchgeführt wird (www.aidshilfe-beratung.de). In den meisten Gesundheitsämtern wird er anonym und kostenlos angeboten.

Emotional
Andere Begriffe hierfür sind gefühlsbetont oder von Gefühlen geleitet.

Empfängnisverhütung
Darunter versteht man alle Methoden und Mittel zur Verhinderung einer Schwangerschaft. Verhütungsmittel sind z.B. das Kondom, die Pille, das Diaphragma, die Spirale, Hormonimplantate, die Drei- oder Sechsmonatsspritze, Hormonpflaster, diverse Chemische Verhütungsmittel,... Es gibt aber auch natürliche Verhütungsmethoden wie die Kalender-Methode, Temperatur-Methode, Schleimstruktur-Methode.

Enge Vorhaut
Die Vorhaut kann so eng sein, dass du sie nicht zurückziehen kannst. Bei der Geburt ist das völlig normal. Die meisten Jungs können die Vorhaut erst zurückziehen sobald sie das Teenageralter erreicht haben.
Wenn deine Vorhaut eng ist, können das Onanieren und der Geschlechtsverkehr weh tun.
Da du beim Waschen die Vorhaut nicht zurückziehen kannst, ist es möglich, dass sich zwischen der Eichel und Vorhaut Smegma ansammelt und Pilzinfektionen und Entzündungen entstehen.
Realisiere dir, dass eine enge Vorhaut oft fälschlich als Phimose diagnostiziert wird. Der Doktor kann dann eine Beschneidung empfehlen, obwohl das Problem wahrscheinlich auch durch Dehnen der Vorhaut gelöst werden kann.

Entmannung
(siehe Kastration)

Erektion
Die Bezeichnung kommt vom lateinischen 'erigo' und steht für "Aufrichtung, Erregung" und bezeichnet die Versteifung des männlichen Penis.
Eine Erektion kann spontan oder infolge mechanischer oder psychischer Reize, insbesondere durch sexuelle Erregung ausgelöst werden. Der Blutzufluss zu den Schwellkörpern wird gesteigert, gleichzeitig der Blutabfluss von den Schwellkörpern gedrosselt. Dadurch verfestigen sich die Schwellkörper, der Penis wird steif; dicker und länger und richtet sich vom Unterkörper auf.
Dies ist die Voraussetzung für den Vollzug des Geschlechtsverkehrs.
Im weiteren Sinne wird auch das Anschwellen der weiblichen Klitoris als Erektion bezeichnet. Die durch die Klitoriserektion hervorgerufene Schwellung kann zur teilweisen Öffnung der Vulva führen.

Erektionsstörungen
Es ist normal, wenn du hin und wieder keinen Steifen bekommst, obwohl du es gerne möchtest. Das kann jedem Jungen oder Mann mal passieren. Gründe dafür sind z.B. Stress, zu viel Alkohol oder weil du eigentlich gar keinen Sex (mit dieser Person) haben willst. Obwohl es peinlich sein kann, ist es auch ganz normal.
Es wird erst zu einem Problem, wenn es immer und immer wieder vorkommt und du keinen Steifen bekommst. Der Grund dafür kann psychisch sein (Schuldgefühl, Angst vor Intimität, Depressionen, Angstgefühle, etc.) oder auch von körperlicher Art sein (hormonale Probleme, Zuckerkrankheit, Drogen, neurologische Probleme).
Faustregel ist, dass es sich um ein psychisches Problem handelt, wenn du eine Morgenlatte bekommst oder beim Masturbieren eine Erektion hast, jedoch keinen Steifen bekommst, wenn du Sex betreibst.
Wenn es dir regelmäßig passiert, dass du in bestimmten Situationen keine Erektion bekommst obwohl es zu erwarten wäre, ist es besser zum Arzt zu gehen. Du musst die Ursache dafür entdecken, um eine Lösung finden zu können.
Erektionsstörungen sollten nicht mit Ejakulationsstörungen verwechselt werden.
Erektionsstörungen sind nicht gleich als Impotenz zu bezeichnen. Bei Problemen solltest du dich an eine regionale Beratungsstellen wenden.

Erogene Zonen
Bei erogenen Zonen handelt es sich um Körperstellen, deren Reizung z.B. durch zärtliches Streicheln der Brüste oder der Innenseiten am Oberschenkel, am Ohrläppchen knappern oder mit der Zunge umspielen, liebkosen, küssen, und vieles andere mehr sexuelle Erregung bzw. Lust auslöst. Allerdings ist es nicht nur wichtig diese Stellen zu finden, sondern wie du diese berührst (stärker oder sanfter). Ob und wann durch sanftes oder heftiges Berühren dieser Körperregionen das Verlangen gesteigert werden kann, ist von der jeweiligen Stimmung des Augenblicks abhängig.
Es ist auch sehr interessant bei seinem eigenen Körper oder dem Körper des/der Partner/-in auf Entdeckungsreise zu gehen. Dabei kannst du herausfinden was gefällt und was nicht so toll ist.

Eros / Amor und Psyche
Eros ist der griechische Gott der Liebe. In der römischen Sagenwelt heißt er Amor.
Eros ist der uneheliche Sohn von Ares (dem Kriegsgott) und Aphrodite (Göttin der Liebe und der Schönheit). Als nackter, geflügelter Knabe mit Pfeil und Bogen, oft in Begleitung seiner Mutter zu sehen, bringt er den Menschen die Liebe, indem er seine Pfeile mitten ins Herz schießt. Seine Geliebte ist Psyche.
“Die Königstochter Psyche war so schön, daß die Menschen ihr und nicht mehr der Liebesgöttin Aphrodite/Venus huldigten. Deshalb befahl die Göttin ihrem Sohn Eros/Amor, die Nebenbuhlerin in ein häßliches Geschöpf zu verwandeln. Doch Eros verliebte sich beim Anblick Psyches sofort in das Mädchen und konnte dem Befehl seiner Mutter nicht mehr gehorchen. Als Psyches Vater dem Apoll ein Opfer darbrachte, ließ ihn Eros durch einen Orakelspruch wissen, die Tochter müsse sich, zur Hochzeit bereitet, allein auf eine einsame Bergspitze begeben. Von dort aber wurde Psyche durch eine sanfte Brise des Zephiros, des Westwinds, in ein verzaubertes Tal getragen, wo ein herrliches Schloß stand. Als Psyche dort nachts im Bett lag, legte sich Eros in menschlicher Gestalt zu ihr und liebte sie. Er versprach ihr, jede Nacht wiederzukommen, nur dürfe sie nie versuchen herauszufinden, wer er sei. Psyche liebte den Unbekannten von ganzem Herzen, wünschte sich aber nach einiger Zeit, ihre beiden Schwestern wiederzusehen, da sie sich tagsüber langweilte. Widerwillig gab Eros ihrer Bitte nach und ließ die Mädchen vom Westwind herbeitragen. Diese waren voller Neid auf den schönen Palast und die herrlichen Geschenke, die ihre Schwester erhalten hatte. Sie bestürmten Psyche, doch endlich ausfindig zu machen, wer ihr Geliebter sei. So ging sie in der folgenden Nacht mit einer Lampe und einem Dolch zu Bett. Als der Unbekannte eingeschlafen war, entzündete sie die Lampe und hielt den Dolch stoßbereit in der Hand für den Fall, dass der seltsame Liebhaber ein Untier war, wie die Schwestern vermutet hatten. Doch Psyche wurde von der Schönheit des Geliebten so ergriffen, dass ihre Hand zu zittern begann und etwas vom Öl der Lampe auf den Leib des Schlafenden tropfte. Der Gott erwachte und flog davon. Psyche suchte den verlorenen Geliebten lange Zeit überall auf der Erde. Sie kam sogar in die Gewalt Aphrodites, für die sie gefährliche und schwierige Arbeiten ausführen musste, bei denen ihr aber Eros half, der sie immer noch liebte. So vereinte Zeus schließlich die beiden Liebenden, und Hermes/Merkur geleitete Psyche zum Olymp, wo sie die Gattin des Liebesgottes wurde.“ (Quelle: www.deutsche-liebeslyrik.de )

Erotisierend
So wirken verschiedene Dinge (möglich ist alles, was über die 5 Sinne wahr zu nehmen ist), wenn sie die Gefühle und Gedanken einer Person anregen oder reizen. Ein erregendes Kribbeln durchfließt dann den Körper. Jeder Mensch spürt dieses Gefühl bei anderen Dingen. Also: Geduld und Phantasie sind gefragt um heraus zu finden, was auf dich selbst und den Partner / die Partnerin anregend wirkt.

Erregung
Erregung ist ein besonderer körperlicher und seelischer Zustand, der durch äußere und / oder innere Reize verursacht werden kann, wie z.B. bestimmte Düfte, Worte, Gedichte, Musik, erotische Bilder, Berührungen (erogener Zonen), Träume oder Phantasien. Was sexuell stimuliert, erregt oder Lust macht ist von Person zu Person unterschiedlich.
Bei einem sexuellen Akt (z.B. Geschlechtsverkehr, Selbstbefriedigung, etc.) beschreiben die Wissenschaftler eine Erregungskurve, die in 4 Phasen unterteilt wird: Erregungsphase, Plateauphase, Orgasmusphase und Rückbildungsphase (Refraktärphase).
Während der Erregungsphase steigen sowohl beim Mann als auch bei der Frau der Puls und der Blutdruck an, die Atmung wird schneller. Bei der Frau wird die Scheide feucht, länger, weiter und die Gebärmutter tritt höher, damit der Penis leichter Eindringen kann. Außerdem schwellen die Schamlippen und die Klitoris an. Die Brustwarzen richten sich auf und auch die Brüste können anschwellen. Der Mann bekommt eine Erektion, d.h. sein Penis richtet sich auf. Er wird steif, dicker und länger aufgrund der vermehrten Blutzufuhr in den Schwellkörpern. Auch der Hodensack zieht sich zusammen, die Hoden wandern Richtung Bauch oder Damm.
In der Plateauphase nimmt die körperliche Erregung weiter zu, d.h. die Muskelspannung erhöht sich und Mann wie auch Frau verlieren so langsam die geistig Kontrolle über sich... Die kleinen Schamlippen der Frau schwellen weiter an und das untere Scheidendrittel bildet die „orgastischen Manschette“ (Verengung). Der Penis nimmt ebenso noch etwas an Größe zu besonders an der Eichel, die sich rötlich bis violett verfärbt, und die Hoden schwellen an. Ein „Lusttröpfchen“ bzw. „Sehnsuchtströpfchen“ kann aus dem Penis herauslaufen, welches bereits einige Samenzellen beinhalten kann. Also Vorsicht vor ungeschützten Geschlechtsverkehr!
Für Mann und Frau ist der Orgasmus der Höhepunkt der sexuellen Erregung. Puls, Blutdruck und Atmung haben ihre maximale Frequenz erreicht. Die Frau spürt ihren Orgasmus durch rhythmische Kontraktionen, also Muskelzuckungen, der Scheide, der Gebärmutter und des Beckenbodens. Beim Mann ist der Orgasmus rhythmische Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur, wobei das Sperma transportiert und „herausgeschleudert wird (Ejakulation). Wie jeder einen Orgasmus erlebt ist von Person zu Person und von Mal zu Mal sehr unterschiedlich. Die einen verspüren ihn kaum und andere wiederum sehr heftig. Manche schreien und ringen nach Luft und andere genießen ihn ganz still...
Puls, Blutdruck und Atmung normalisieren sich wieder während der Rückbildungsphase. Die Muskeln entspannen sich. Schamlippen und Klitoris schwellen nach und nach ab, die Scheide bildet sich zurück und die Gebärmutter senkt sich. Auch der Penis erreicht seine normale Größe wieder. Die Hoden verkleinern sich und finden sich wieder auf ihren alten Platz ein.
Viele, insbesondere Männer, haben nach dem sexuellen Höhepunkt ein starkes Schlafbedürfnis. Männer benötigen eine längere Erholungsphase nach dem Orgasmus und sind während dieser Rückbildungsphase sexuellen Reizen gegenüber weniger empfindlich. Frauen dagegen brauchen keine solange Erholungsphase nach dem Orgasmus. Außerdem können sie sogar beim Geschlechtsverkehr mehrere Orgasmen hintereinander haben. (Multiple Orgasmen).

Eunuch
Ein Mann ohne Hoden wird so bezeichnet, auch 'Kastrat'. Übersetzt heißt es soviel, wie „Betthalter“ oder „Bettschützer“. In asiatischen und arabischen Ländern hatten die Eunuchen die Aufgabe des Haremswächters, weil sie durch die Kastration zeugungsunfähig gemacht wurden. Man glaubte damals, dass Eunuchen keine sexuelle Lust verspüren und deshalb als Beschützer der Haremsdamen bestens geeignet seien. Das war ein großer Irrtum, denn ein Mann kann zwar ohne seine Hoden keine Kinder zeugen aber seine sexuellen Fähigkeiten bleiben erhalten. So konnten die Eunuchen mit den Frauen aus dem Harem Sex haben ohne dass es der Ehemann gemerkt hat. Denn die Frauen konnten nicht von einem Eunuchen schwanger werden, da das Sperma im Hoden produziert wird. Es stimmt auch nicht, dass Eunuchen immer eine hohe Stimme haben oder fett sind.

Exhibitionismus
Bezeichnet eine auf sexuellen Lustgewinn gerichtete Neigung, insbesondere von Männern, zur öffentlichen Entblößung der Geschlechtsteile in Gegenwart anderer Personen.



FAQ
FAQ ist eine Abkürzung aus dem Englischen und heißt Frequently Asked Questions - auf Deutsch: "Immer wieder gestellte Fragen" (FAQ's ist die Pluralform). Hier bei den PoppPiraten könnt ihr in der Rubrik "Beratung" Fragen und die dazugehörigen Antworten nachlesen, die uns von Besuchern oft gestellt wurden.

Feigwarzen (HPV, Condylomata acuminata) ( Flyer Feigwarzen [PDF] )
Gehören zu den sexuell übertragbaren Infektionen. Dabei handelt es sich um Warzen an den Geschlechtsorganen (Schamlippen, Scheide, Penis, Harnröhre) oder am After bzw. Enddarm. Sie werden durch HPV (Humanes Papilloma Virus) verursacht und sind höchst ansteckend. Diese Warzen treten erst einzeln auf und sind flach und nicht bzw. schlecht zu erkennen. Allerdings können sie weiter wachsen und sehen dann blumenkohl- oder hahnenkammartig aus. Da sie auch im Zusammenhang mit Hautkrebs auftreten können, sollten sie unbedingt von einem Arzt behandelt werden.

Fellatio
Fellatio ist vom lateinischen Verb fellere = „saugen“ abgeleitet und bedeutet Sex mit dem Mund (Oralverkehr) am Penis des Mannes. Viele verwenden dafür auch den Ausdruck „französisch“ oder „blasen“.
Dabei kann mit der Zunge ganz vorsichtig, weil die Eichel sehr empfindlich ist, an der Spitze des Penis geleckt oder den Schaft rauf und runter geglitten werden. Du kannst auch mit den Lippen die Eichel sanft massieren. Vorsicht mit deinen Zähnen, nicht so sehr zubeißen, das kann ziemlich schmerzhaft werden. Wenn du magst, kannst du den Penis auch in den Mund nehmen, ob nur leicht oder ganz tief ist jedem selbst überlassen.
Küssen, lecken, lutschen, saugen... die Technik ist egal, Hauptsache du variiert die Bewegungen, sonst wird es zu eintönig. Du kannst dir vorstellen, dass du an einem Eis oder einer Zuckerstange lutschtst. Auch die Hände gehören zum Oralverkehr z.B. kannst du mit ihnen, während du am Penis saugst, leckst oder lutschtst, den Schaft halten oder die Hoden streicheln oder mit dem Finger in seinen After eindringen. Das kann sehr lustvoll sein, da der After ebenfalls eine erogene Zone ist. Dort enden viele Nerven außerdem kannst du mit dem Finger die Prostata stimulieren und dem Mann einen gewaltigen Orgasmus bereiten.
Das Sperma musst du nicht schlucken, wenn du es nicht willst, dann spuck es aus. Wenn du es auch nicht in den Mund bekommen möchtest, so kannst du vor dem Erguss den Penis aus dem Mund nehmen und mit der Hand weiter machen. Du bemerkst, wenn der Höhepunkt (Orgasmus mit Ejakulation) naht an den Zuckungen des Penis.
Sperma besteht überwiegend aus Eiweiß. Es ist auch nicht ungesund. Der Spermageschmack und Geruch ist hauptsächlich von zwei Dingen abhängig: vom Hormonhaushalt und von dem was vorher getrunken bzw. gegessen wurde.
Ganz wichtig bei dieser Sexualpraktik ist die Hygiene. Du solltest daran denken, dass auch beim ungeschützten Fellatio eine Gefahr gegenüber sexuell übertragbaren Infektionen besteht. In Amerika gibt es einige Staaten, in denen Oralverkehr (also auch Fellatio) verboten ist. Allerdings kann das keiner kontrollieren. Wenn aber beide Sexualpartner Spaß daran haben, ist nichts dagegen einzuwenden. Immerhin ist der Fellatio eine „aufregende, variationsreiche Spielart“.

feminin
 Feminin bedeutet weiblich.

Fertilität
Mit Fertilität ist die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen gemeint.
(siehe auch Potenz)

Fesselspiele
Beim Fesselspiel wirst du selbst festgebunden oder du bindest den Partner fest. Das kann Teil eines Sexspieles sein, das du mit deinem Partner spielst um die sexuelle Erregung zu erhöhen.
Der Gefesselte befindet sich dabei in einer verletzbaren Position und ist unfähig irgendetwas zu tun.
Einige mögen es, hilflos zu sein und gezwungen zu werden, sich zu unterwerfen, während andere es lieber haben, die Kontrolle über jemanden auszuüben und das Liebesspiel zu dirigieren.
Wenn du deinen Partner festbindest, kannst du das sehr ernsthaft ausführen, wobei kein Entkommen möglich ist. Du kannst es jedoch auch nur vortäuschen, indem du den anderen auf spielerische und symbolische Art festbindest.

fetisch / Fetischismus
Beim Fetischischmus gerät man in sexuelle Erregung durch einen bestimmten Körperteil oder einen bestimmten Gegenstand. Der Fetisch (Gegenstand) besitzt eine Art magischen Reiz. Wenn dieser Reiz nicht anwesend ist, wird es schwierig oder unmöglich, in sexuelle Erregung zu geraten.
Gebräuchliche Fetische sind Füße, Haar, Pelz, Unterwäsche, Stiefel, Korsette, Leder, Latex, Uniformen und hochhackige Schuhe.
Die meisten Personen haben eine Vorliebe für bestimmte Körperteile, besondere körperliche Merkmale oder für bestimmte Gegenstände. Viele Frauen / Mädchen sehen gerne auf den Po eines Jungen und Jungs sehen gerne auf den Busen oder die Beine der Mädchen. Es gibt viele Leute, die den Geruch und die Struktur von Leder oder Latex mögen. Solange jedoch die sexuelle Erregung nicht davon abhängig ist, wird es nicht Fetischismus genannt.
Fetischischmus wird oft zu einem Problem, wenn das Objekt oder ein gewisser Körperteil völlig vom Liebhaber losgelöst werden und der Liebhaber als Person seine Bedeutung verliert.

Feuchte Träume
Ein feuchter Traum ist, wenn ein Junge in der Pubertät, während er schläft, einen Samenerguss hat und damit ein völlig normaler biologischer Vorgang.
Die Chance auf einen feuchten Traum ist größer, wenn der Junge tagsüber sexuell erregt war, jedoch keinen Orgasmus dabei hatte. In diesem Fall wird der Junge wahrscheinlich erotische Träume haben.
Ungefähr 20% der Jungs haben ihren ersten Samenerguss nachts. Wenn du nicht darauf vorbereitet bist, kann es dich ängstigen. Viele Jungs denken irrtümlicherweise, dass sie nachts ins Bett gemacht haben. Ein feuchter Traum ist jedoch kein Grund dich zu schämen: Es ist völlig natürlich.

Ficken

umgangssorachlich, derber Ausdruck für Geschlechtsverkehr

Filzläuse
Sind winzige Tierchen, die sich an den Schamhaaren, manchmal auch an den Haaren am Oberschenkel, Bauch oder in den Achseln, einnisten. Dort saugen sie Blut und legen ihre Eier ab. Du bemerkst sie durch starkes Jucken an diesen Körperstellen und du kannst sie auch mit bloßem Auge erkennen. Sie werden übertragen durch Körperkontakt z.B. durch kuscheln oder Geschlechtsverkehr. Allerdings können sie auch bis zu 24 Stunden in Handtüchern, Bettlaken und in Kleidungsstücken überleben und so zu jemand anderen gelangen. In der Apotheke kann man sich auch ohne Rezept ein Mittel dagegen holen. Die einfachst Methode die lästigen Blutsauger los zu werden, ist eine totale Intimrasur.

Fisten / fist fucking
'Fist' (englisch) bedeutet die "Faust". Unter dem eingedeutschte "Fisten" ist zu verstehen, dass die Hand oder Faust in den Anus oder die Scheide eindringt, um dem anderen dabei Lust zu verschaffen.

Flag / Flagellation
Ist die Abkürzung von „Flagellantismus“ und bedeutet die Lust am Schlagen und Geschlagen werden, meist auf den Po.
Flagellantismus kann mit der bloßen Hand, Peitsche, Gerte, Rohrstock oder einem Paddel (Schlaginstrument, das aussieht wie ein verkürztes Paddel) ausgeführt werden.
Vertrauen ist beim „Geschlagen werden“ sehr wichtig, genauso wie vorher abgesteckte Grenzen und die Vereinbarung von Schlüsselwörtern. Diese sollten nichts mit Sex zu tun haben und auch keine Wörter wie „Aufhören“ oder „Stopp“ sein. Da sie im Eifer des Gefechts missverstanden werden können und den anderen anfeuern können.
Für Flagellanten ist „das Spiel mit der Peitsche zwischen Dominanz und Unterwerfung“ sehr erregend, lustvoll und befriedigend. Manche empfinden solche SM – Spiele (Sadomasochismus) pervers aber wenn niemand dazu gezwungen wird oder zu Schaden kommt, ist es O.K.

Flirt
Flirten heißt Interesse am anderen zeigen durch Blicke, Gesten, Bemerkungen, Komplimente, um so die Aufmerksamkeit des neuen Schwarms auf sich zu lenken! Einige sagen dazu auch anmachen, anbaggern oder aufreißen. Beim Flirten ist man jedoch viel witziger, einfallsreicher und manchmal auch ein wenig raffinierter als beim bloßen anbaggern. Mit einem verführerischen Augenaufschlag, einem Lächeln oder einem Kompliment erreichst du oft mehr als mit plumpen Sprüchen.

Fortpflanzung
Das Zeugen von Nachkommen durch Geschlechtsverkehr.
In der Tier- und Pflanzenwelt gibt es auch ungeschlechtliche, ein- oder zweigeschlechtliche Formen der Vermehrung innerhalb einer Art, (manchmal darüber hinaus).
Die moderne Forschung und Medizin erweitert diesen Begriff auch hin zu Genetik und Clon-Technik.
Beim modernen Menschen ist der Wunsch nach Fortpflanzung selten der Grund für Geschlechtsverkehr sondern eher die sexuelle Lust.

Fotze
Ist eine vulgäre Bezeichnung für Scheide oder Vagina, aber auch manchmal für Anus.

Französisch
Unter Französisch wird Oralverkehr verstanden, also Sex mit dem Mund. Wird dieser an den Geschlechtsorganen des Mannes ausgeübt, also der Penis mit dem Mund stimuliert und bis zum Orgasmus gebracht, heißt es Fellatio. Cunnilingus wird es genannt, wenn die weiblichen Geschlechtsteile (Schamlippen und Kitzler), mit dem Mund liebkost und ebenfalls bis zum sexuellen Höhepunkt gereizt werden.

Freier
Umgangssprachliche Bezeichnung für eine Person, die einen Callboy oder eine Prostituierte für sexuelle Dienstleistungen bezahlt.

Freikörperkultur ( FKK )
Auch "Nacktkultur, Naturismus, Nudismus" bezeichnet die gemeinschaftliche Nacktheit, meistens in der Natur oder am FKK-Strand.
Anliegen dabei ist die Freude am Erlebnis der Natur oder auch am Nacktsein selbst, ohne direkten Bezug zur Sexualität.

Fremdgehen
Fremdgehen bedeutet, dass du Sex mit jemandem hast, während du gleichzeitig eine feste Beziehung hast.
Einige Paare versprechen einander, nur Sex miteinander zu haben und diese Intimität nicht auch mit jemand anderem zu teilen. Andere sprechen nie offen darüber und nehmen einfach an, dass ihr Partner nicht mit anderen schläft.
Eine Minderheit der Paare entscheidet sich für eine ’offene Beziehung’; das bedeutet, dass es okay ist, manchmal mit anderen zu schlafen.
Wenn du entdeckst, dass dein Partner fremdgeht, ist es äußerst schmerzvoll, wenn du angenommen hast, dass er oder sie monogam ist und du herausgefunden hast, dass das nicht der Fall ist. Du fühlst dich betrogen und dein Vertrauen kann ernstlich beschädigt sein.

Frenulum
Dabei handelt es sich um ein kleines Hautbändchen. Beim Mann ist dieses Hautbändchen an der Unterseite des Penis. Dort verbindet es die Vorhaut der Penisspitze (Eichel) mit dem Penisschaft und ist die sexuell empfindlichste Stelle. Bei der Frau verläuft es von der unteren Seite der Klitoris bis hin zu den kleinen Schamlippen.

Freudentröpfchen / Lusttröpfchen
Die Flüssigkeit, die bereits vor dem eigentlichen Samenerguss (Ejakulation) aus dem Penis herausläuft nennt man Freuden- oder Lusttröpfchen.
Die Vorsteherdrüse des Mannes sondert bei sexueller Erregung diese Flüssigkeit ab, welche die Samenfäden brauchen, damit sie sich bewegen können. Außerdem dient es somit gleichzeitig als natürliches Gleitmittel, welches das Eindringen des Penis erleichtert. Die Menge kann unterschiedlich sein. Bei manchen sind es nur ein paar „Tröpfchen“, bei anderen wird die gesamte Eichelspitze feucht.
In dieser Flüssigkeit können bereits ein paar Samenzellen enthalten sein, daher ist die Variante Koitus interuptus (raus bevor es kommt) als Verhütungsmethode ungeeignet. Diese kleinen Tröpfchen können aber auch Krankheitserreger übertragen.

Frigidität
Das ist eine veraltete und abwertende Bezeichnung für die sexuelle Gefühlskälte der Frau. Es kann sich äußern, indem die Frau sexuell nicht erregbar ist oder keinen Orgasmus bekommt. Wie auch bei Impotenz, ist das 'mal keine Lust haben' nicht mit Frigidität gleichzusetzen. (Siehe auch Libidomangel) Wenn du selber unter deiner fehlenden Lust leidest, solltest du zu einem Arzt oder einer Sexualberatung gehen.
Falscher Sprachgebrauch für Männer.

Frottage / Frotteurismus
Bezeichnung für das sexuelles Interesse, seinen eigenen Körper an fremden Personen zu reiben.

Fruchtbarkeit
(siehe Potenz)

Fummeln

sich gegenseitig streicheln oder berühren, um sich gemeinsam sexuelle Lust zu verschaffen

sexuelle Funktionsstörungen
(siehe Impotenz)




Gang Bang
Damit ist eine Sexualpraktik gemeint, an der mehr als zwei Personen beteiligt sind. Sind drei Personen beteiligt spricht man auch von einem flotten Dreier.

G-Punkt
Seinen Namen hat er von seinem Entdecker dem Berliner Frauenarzt Dr. Ernest Gräfenberg.
Beim G-Punkt handelt es sich um einen hochempfindlichen Fläche und wird auch als weibliche Prostata bezeichnet. Sie befindet sich bei der Frau in der Scheide unter und um die Harnröhre. Wird der G-Punkt stimuliert, mit dem Finger oder durch die Bewegungen des Penis, kann er einen sehr intensiven (sog. vaginalen) Orgasmus auslösen.
Führt der Mann seinen Penis von hinten in die Scheide der Frau ein, so kann der Druck auf den G-Punkt erhöht werden.


Gay
Ist ein englischer Begriff für bunt, ausschweifend, lustig, farbenprächtig, lebenslustig und ... auch schwul bzw. lesbisch. Da manche das Wort „schwul“ nicht mögen und "homosexuell" zu sachlich klingt, bezeichnen sie sich lieber als „gay“. Für andere ist es nicht nur ein Ausdruck sexueller Orientierung, sondern auch ein Lebensgefühl.

Gefühle
Wenn sich Vernunft und Verstand ausschalten, kommen Gefühle wie z.B. Liebe, Ärger, Sehnsucht, Angst, Langeweile, Freude, Traurigkeit, Lust, Eifersucht,... zum Vorschein. Keiner kann sie so richtig beschreiben, geschweige denn erklären, wie sie entstehen und wo sie herkommen. Jeder Mensch hat Gefühle, aber er kann oder will sie nicht immer zeigen.
Es gibt Gefühle, die sind schön und angenehm, dann könnte man „die ganze Welt umarmen“ oder „schwebt im 7. Himmel“. Wenn sie allerdings sehr verwirrend sind, einen bedrücken, aufwühlen oder so stark belasten, dass man sich schlecht fühlt, dann möchte man sie schnellstmöglich wieder loswerden. Gerade in der Pubertät, wenn die Gefühle „Berg und Talbahn“ fahren, ist es meist recht hilfreich mit den Eltern, Geschwistern oder Freunden darüber zu reden. Man kann sich auch mit seinen Sorgen an eine psychologische Beratungsstelle wenden oder ruft bei einem Sorgentelefon an.

Geil
Bedeutet sexuell erregt, lüstern, lustvoll, wollüstig, triebbeherrscht, gierig nach Sex sein. In der Umgangssprache verwendet man den Begriff auch um auszudrücken, dass man etwas bzw. jemanden toll, schön, sexy, gut usw. findet.

Gel
Gel ist eine gallertartige Substanz. Wir sprechen von zwei unterschiedliche Gels: das Gel als Verhütungsmittel (chemische Verhütungsmittel) und das Gel als Gleitmittel.
Chemische Verhütungsmittel bilden einen zähen Schleim, welcher die Samenzellen tötet. Du musst 10 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr die Mittel tief in die Scheide einführen. Wenn du sie alleine (also ohne ein weiteres Verhütungsmittel) verwendest spielst du Russisch-Roulett, also sie sind extrem unsicher. Wenn ihr sie mit einem Kondom verwendet, achtet darauf das sie fettfrei sind (Ölfrei), denn sonst führen sie dazu, dass das Gummi porös wird und somit nicht mehr sicher verhütet.
Die Scheide produziert bei ausreichender Erregung ein natürliches Gleitmittel: das Scheidensekret. Du bemerkst es daran, dass die Scheide feucht wird. Dadurch hat es der Penis leichter beim Eindringen. Wenn die Scheide aber zu trocken ist, trotz sexueller Erregung oder du eine andere Sexualpraxis, wie z.B. Analverkehr ausprobieren möchtest, dann verwende ein zusätzliches fettfreies Gleitmittel aus silokon- oder wasserbasis.

Gene

Gene sind Eiweißverbindungen, die sämtliche Erbinformationen eines Menschen in sich tragen.

Genitalien
Ist der medizinische Fachbegriff für die äußeren und inneren Geschlechtsorgane des Mannes bzw. der Frau.

Geschlechtshormone
Chemische Stoffe, die vom Körper produziert werden, um die Entwicklung des Körpers und die Funktion der Geschlechtsorgane zu steuern. Obwohl im Körper des Mannes überwiegend männliche (Testosteron) und im weiblichen Körper überwiegend weibliche Hormone (Östrogen) vorhanden sind, kommen beide Hormonarten in jedem Menschen vor.

Geschlechtskrankheiten
Geschlechtskrankheiten sind Erkrankungen der inneren und / oder äußeren Geschlechtsorgane, die durch Bakterien, Viren oder Pilze hervorgerufen werden können. Sie werden auch als sexuellübertragbare Infektionen bezeichnet.
Deshalb gilt: Immer Kondome verwenden!
Info's zu Geschlechtskrankheiten gibts bei unseren Flyern.
Bitte scheue nicht den Gang zu Informations- und Beratungsstellen vor Ort!

Geschlechtsorgane
Alle Organe, die der Fortpflanzung dienen, also Scheide, Gebärmutter, Eierstöcke, Brüste, Penis, Hoden, Vorsteherdrüsen werden unter der Bezeichnung Geschlechtsorgane zusammengefaßt.

Geschlechtsreife
Meistens sagt man Pubertät dazu. Gemeint ist die Zeit, in der sich die Geschlechtsorgane voll entwickeln.

Geschlechtsverkehr (Koitus)
Das Einführen des Penis in die Scheide oder After mit z.B. rhythmischen Hin- und Herbewegungen (bis zum Orgasmus) zum Lustgewinnn und zum Spüren und Zeigen von Intimität und Sympathie und auch zur Zeugung von Nachkommen.
Es gilt beim intimen Umgang mit anderen Menschen das Risiko der Übertragung von zum Teil gefährlichen Krankheiten.
Deshalb gilt: Immer Kondome verwenden!

sexuelle Gewalt
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gerne per e-mail!)

Gleitmittel
Bei sexueller Erregung produziert der Körper natürliche Gleitmittel wie die Samen- und Scheidenflüssigkeit.
Es gibt aber auch Gleitmittel, wie Creme, Öl oder Gel, die man zusätzlich verwenden kann z.B. beim Analverkehr. Weil der After im Vergleich zur Scheide kein natürliches Gleitmittel produziert und nicht so dehnbar ist, sollte man zusätzliche Gleitmittel verwenden. Sonst kann zu Verletzungen führen.
Bei der Verwendung von Kondomen ist zu beachten, dass du wasserlösliche Gleitmittel benutzt. Auf gar keinen Fall solltest du fett- oder ölhaltige Cremes oder Gels verwenden, denn diese zerstören das Kondom, machen es spröde und durchlässig. Somit ist der Schutz gegenüber Geschlechtskrankheiten, wie auch Aids, nicht mehr gegeben. Das einfachste und jederzeit zur Verfügung stehende Gleitmittel ist Speichel.

Glied
(siehe Penis)

golden shower
Bezeichnet eine sexuelle Stimmulanz, indem auf den Körper des Partners uriniert wird.

Gonorrhö ( Flyer Tripper [PDF] )
Gonorrhö wird auch Tripper oder spezifische Harnwegserkrankung genannt und gehört zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Dabei werden vor allem die Schleimhäute angegriffen, so dass es z.B. zu einer Infektion des Rachens, der Augen oder der Geschlechtsteile kommen kann. Etwa 2 bis 7 Tage nach der Infektion ist ein Ausfluss aus der Harnröhre, eine Rötung der Schleimhäute und ein Brennen beim Wasserlassen zu bemerken.
Manchmal verläuft ein Tripper auch ohne besondere Symptome. Hast du dich infiziert, helfen spezielle Antibiotika, die jedoch von einem Arzt verschrieben werden müssen. Übertragen wird die Krankheit durch Kontakt mit infizierten Schleimhäuten; etwa beim ungeschützten Geschlechtsverkehr oder durch Oralverkehr ("blasen").
Um dich vor einer sexuell übertragbaren Krankheit zu schützen, solltest du unbedingt Kondome verwenden.

Gruppensex
Mehrere Personen bzw. Paare haben gemeinsam Sex.




Hanky Code
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gerne per e-mail!)

Harnblase
Die Harnblase ist ein muskulöses und dehnbares Hohlorgan zum Sammeln und kontrollierten Ausscheiden von Urin.

Harnröhre / Harnleiter
Mit Schleimhaut ausgekleidete Muskelröhre zur aktiven Ableitung des Urin. Beim Mann münden in der Prostata die Samenleiter in die Harnröhre, so dass darüber auch das Sperma abgegeben wird.

Hepatitis (Flyer Hepatitis)
Entzündung der Leber mit Schädigung und Zerstörung der Leberzellen (Hepatozyten). Klinisch wird nach dem Verlauf in 'akute' und 'chronische Hepatitis' unterschieden.
Anfängliche Ursachen können mechanische Beeinträchtigung (Strahlungshepatitis, Prellung, Blutabflussstörung etc.), oder toxische Substanzen (Medikamente, Drogen, Gifte) und Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Parasiten) sein.
Es gibt ansteckende und auch nicht heilbare Formen der Hepatitis. Gegen Hepatitis A und B gibt es vorbeugende Impfungen.

Hermaphrodit
Der Name entstammt des zwittrigen Sohnes der griechischen Gottheiten Hermes und Aphrodite. Es sind demnach Menschen, die sowohl männliche als auch weibliche primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale ausbilden, aber nicht eindeutig in die Kathegorien Männlich bzw. Weiblich zuzuordnen sind. Sie werden auch als Zwitter bezeichnet.

Herpes
Eine Herpeserkrankung äußert sich vor allem durch schmerzhafte Bläschen am Mund oder den Geschlechtsteilen, die aufplatzen und zu Geschwüren werden können. Gleichzeitig lassen sich allgemeine Krankheitsanzeichen wie leichtes Fieber oder Kopf- und Gliederschmerzen feststellen. Das Übertragungsrisiko ist bei direktem Hautkontakt mit den Bläschen oder Geschwüren sehr groß.
Man unterscheidet dabei zwei Arten von Herpes, die von unterschiedlichen Viren übertragen werden. Typ 1 tritt vor allem am Mund auf und äußert sich in den bekannten Bläschen auf den Lippen. Eine Erstinfektion mit diesen „Herpes Simplex“ Viren machen fast alle Menschen sehr früh in ihrem Leben durch.
Typ 2 tritt am Genitalbereich auf. Meist schlummern die Viren beider Typen nach der Infektion recht lange inaktiv im Körper, bis sie durch Stress, intensive Sonnebäder oder einer allgemein geschwächten Immunlage aktiviert werden. Eine absolute Therapie ist bis jetzt noch nicht möglich. Auftretende Bläschen können je nach Schwere nur mit virushemmenden Salben oder Tabletten behandelt werden.

Heterosexualität
Hetero ist griechisch und bedeutet „anders“, „ungleich“. Sexus ist lateinisch und heißt „Geschlecht“. Wird beides zusammengesetzt erhälst du das Wort „Verschiedengeschlechtlichkeit“. Gemeint ist damit das sich die beiden voneinander verschiedenen Geschlechter, also das Männliche und das Weibliche, sexuell anziehen. Es geht um die Liebe und die Sexualität zwischen Mann und Frau bzw. Junge und Mädchen.
Das Gegenstück zur Heterosexualität ist die Homosexualität (Gleichgeschlechtlichkeit).

HIV (Flyer HIV / Aids)
HIV (Humanes Immundefekt Virus) ist ein Virus, welches durch den Austausch von Körperflüssigkeiten (Blut, Analsekret, Samen- oder Scheidenflüssigkeit) übertragen wird. Der Virus kann über Verletzungen oder über Zellen in den Schleimhäuten (Darm, Scheide, unter der Vorhaut und auf der Eichel, und im hinteren Rachenraum befindlich) in den anderen Körper eindringen. HI-Viren befallen die T-Helfer-Zellen (weiße Blutkörperchen, die für die Abwehr von Krankheiten verantwortlich sind) und die „Fresszellen“ (Makrophagen), diese sind u.a. für die Vernichtung von Bakterien zuständig. Somit zerstört er nach und nach das Immunsystem. Der infizierte Mensch ist irgendwann so geschwächt, dass für ihn bereits harmlose Krankheiten tödlich sein können. Das HI-Virus ist der Verursacher der Krankheit Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome“: erworbenes Immunschwäche-Syndrom).
HIV-infiziert bedeutet, dass der Mensch sich mit dem HI-Virus angesteckt hat. Aber es heißt nicht, dass die Krankheit Aids bei ihm schon ausgebrochen ist. Zwischen der Infektion mit HIV und dem Ausbruch der Krankheit Aids kann sehr viel Zeit vergehen. Dennoch kann der infizierte Mensch das Virus auf andere übertragen. Deshalb gilt beim Geschlechtsverkehr: Immer Kondome verwenden!, wenn das Aidsrisiko nicht abgeklärt ist. Falls du ein HIV-positives Testergebnis bekommen hast, dann heißt das nicht, dass du auch an Aids erkranken musst. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an hochwirksamen, antiretroviralen Medikamenten, die eine Verbreitung des HI-Virus im Körper unterbinden können. Kompetente Ansprechpartner*innen findest du unter www.aidshilfe-beratung.de. Dort erfährst du auch wo du einen HIV-Arzt in deiner Region finden kannst.

HIV-Antikörper-Test
Für HIV Nachweismethoden siehe Aids-Test und ELISA-Test.

Hoden (Testis)
Männer haben zwei eiformige Hoden, die zwischen 20 und 30 Gramm wiegen. Sie befinden sich im Hodensack. Jeder Hoden besteht aus vielen kleinen Kanälen, die gemeinsam 300 m lang sind. In ihnen entstehen und reifen die Samenzellen. Auch das männliche Sexualhormon Testosteron wird in den Hoden gebildet.

Hodensack (Scrotum)

Er ist ein Hautbeutel in dem die Hoden und Nebenhoden liegen. Er regelt die Temperatur, die für die Entstehung und Reifung der Samenzellen nötig ist. Er zieht sich bei Kälte zusammen und bringt die Hoden näher an den Körper und dehnt sich bei Wärme aus.


Homosexualität
Heißt übersetzt Gleichgeschlechtlichkeit und wird abgeleitet von „homo“ (griechisch: gleich) und „sexus“ (lateinisch: das Geschlecht). Gemeint ist die Liebe und die Sexualität zwischen den gleichen Geschlechtern, also zwischen zwei Frauen oder zwischen zwei Männer.
In der Umgangssprache bezeichnet man homosexuelle Frauen als Lesben und homosexuelle Männer als Schwule. Das ist aber nicht schlimm, solange diese Ausdrücke nicht als Schimpfworte missbraucht werden oder der Bezeichnete sich dadurch nicht verletzt fühlt. Denn es sind Menschen wie alle anderen auch mit den selben Gefühlen, Träumen, Ängsten,... Sie haben ebenso normale Beziehungen und Sex.
Einige Jugendliche haben während der Pubertät sexuelle Erfahrungen mit dem gleichen Geschlecht. Dass heißt aber nicht, dass sie homosexuell sind, sie sind nur noch auf der Suche nach ihrer (sexuellen) Identität.
Allerdings gibt es immer noch Menschen, die Homosexualität als anstößig, krank und unnatürlich empfinden, weil sie mit dieser Art der sexuellen Orientierung nicht umgehen können, sich von ihr bedroht fühlen bzw. Angst davor haben. Vorurteile und Diskriminierungen machen homosexuellen Menschen das Leben schwer. Deswegen wurden Selbsthilfegruppen ins Leben gerufen, welche den Schwulen und Lesben Unterstützung und Hilfe anbieten. Um in Kontakt zu treten, reicht ein Anruf z.B. bei einem Rosa Telefon, der Aids-Hilfe, in einem Schwulen- und Lesbenzentrum oder bei einer Pro Familia Beratungsstelle oder beim schwul-lesbischen Jugendnetzwerk Lambda.
Homosexualität ist das Gegenteil von Heterosexualität (Verschiedengeschlechtlichkeit).

Hormondrüse
Hormondrüsen sind Organe, die im Körper an verschiedenen Stellen zu finden sind z.B. Hirnanhangsdrüse, Schilddrüse, Nebennierenrinde, Eierstöcke, Hoden, usw.. Sie produzieren Hormone, die dann in die Körpervorgänge eingreifen, wie z.B. die Schilddrüse, die das Wachstumshormon produziert und somit bestimmt, dass man wächst. Allerdings kommen die Hormondrüsen nicht alleine auf die Idee Hormone loszuschicken, sie erhalten Anweisung von ganz oben: vom Hypotalamus, der seinen Sitz im Gehirn hat und alle Vorgänge im Körper kontrolliert.

Hormone
Hormone sind chemische Stoffe, die im Körper verschiedene Stoffwechselvorgänge auslösen. Sie werden vor allem in den Hormondrüsen produziert und von dort aus losgeschickt auf die Reise durch den Körper bis sie an ihrem Zielort, den Zielzellen angelangt sind.
Von der Hauptzentrale im Gehirn, dem Hypotalamus, bekommen die Hormondrüsen den Befehl bestimmte Vorgänge im Körper zu regeln. Diese senden dann ihre Boten mit der entsprechenden Nachricht aus. Deswegen werden Hormone auch Botenstoffe genannt. Das Transportmittel der Hormone ist das Blut. Das Blutgefäßsystem ist von den Venen über die Arterien bis hin zum feingestrickten Kapillarnetz über 100.000 km lang, also 2 Mal mehr als der Erdumfang. Trotz der langen und verzweigten Irrwege finden die Hormone ihren Zielort. Denn die Zielzellen haben ein Erkennungszeichen: den Rezeptor, an welchen sich die Hormone anlagern. Das entsprechende Hormon und der zugehörige Rezeptor passen genau zusammen, wie ein Schlüssel in sein Schlüsselloch, deshalb wird dieses System auch als Schlüssel-Schloß-Prinzip bezeichnet. Wenn das Hormon das „Rezeptorschloß aufgeschlossen“ hat, werden in den Zellen die Stoffwechselvorgänge ausgelöst.
Nachdem die Hormone ihre Botschaft abgeliefert haben und die vorgesehene Reaktion in Gang gesetzt wurde, werden die Hormone nicht mehr gebraucht und somit abbgebaut und über die Leber oder die Nieren ausgeschieden. Das erfolgt, damit keine Dauerreaktion im Körper stattfindet. Anhand dieser Hormonabbauprodukte kann der Arzt bei einer Urinuntersuchung den Hormonspiegel im Blut feststellen.

Hygiene
Im sexuellen Bereich ist damit die Körperpflege besonders im Intimbereich (Scheide, Penis) gemeint. Wichtig ist hierbei, dass Mann bzw. Frau sich im Intimbereich nur mit Wasser wäscht. Denn Intimspray, Seife, Waschlotion, Scheidenspülungen können Schäden anrichten z.B. können sie die natürliche Scheidenflora zerstören oder am Penis (auch an der Scheide) Juckreiz oder / und Hautreizungen verursachen.
Deshalb sollten Mädchen / Frauen täglich ihre inneren und äußeren Schamlippen und den Darmausgang ausschließlich mit Wasser reinigen, auch wenn die Scheide ein gut funktionierendes Selbstreinigungssystem hat. Dabei wird immer von vorn nach hinten, also von der Scheide zum After hin gewaschen, damit keine Darmbakterien in die Scheide gelangen und dort mögliche Infektionen auslösen können.
Jungs / Männer sollten ebenfalls jeden Tag ihre Geschlechtsteile (Penis, Hodensack) mit Wasser, evtl. auch seifenfreier Lotion, waschen. Da sich gerade unter der Vorhaut hinter der Eichel Bakterien und Urinreste ansammeln und somit sich auch Smegma bilden können, ist es sehr wichtig diesen Bereich sorgfältig und gründlich zu reinigen. Dabei wird die Vorhaut zurückgezogen und die Eichel mit Wasser sauber gemacht. Hygiene im Intimbereich ist deshalb auch nötig um Entzündungen vorzubeugen.




Impotenz
Das Gegenteil von Potenz, also "Unvermögen, Unfähigkeit". Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man darunter, dass ein Mann Schwierigkeiten hat oder unfähig ist einen steifen Penis zu bekommen oder mit jemandem Geschlechtsverkehr zu haben. Das bedeutet aber nicht, daß Mann gleich impotent ist, wenn es mal nicht klappt. Gerade beim 1.Mal miteinander schlafen führen oft Aufregung, Angst oder auch zu hohe Erwartungen zum Erschlaffen des Penis. Eine Krankheit ist es nur dann, wenn es nie klappt. Dann solltest du am besten einen Urologen oder eine Sexualberatung aufsuchen.
Siehe auch Erektionsstörungen, Unfruchtbarkeit und Ejakulationsstörungen.

Infarkt
Das bedeutet, jemand erleidet einen plötzlichen Herztod.

Intim / Intimsphäre
Die Intimsphäre ist der persönlichste Bereich eines Menschen. Für die einen bedeutet Intimsphäre ein paar Geheimnisse zu haben, alleine auf die Toilette zu gehen oder sich nicht vor anderen auszuziehen. Andere Menschen wiederum brauchen kaum eine Intimsphäre: sie zeigen sich nackt und / oder gehen offen mit ihrer Sexualität um. Intimität hat aber nicht immer etwas mit Sex zu tun. Für manche ist intim einfach nur innig, vertraut, mit jemanden sehr eng befreundet sein. Für andere allerdings bedeutet intim sein mit jemanden schlafen, also Geschlechtsverkehr zu haben.
Regeln, wie viel Intimsphäre jemand benötigt gibt es nicht, denn jeder Mensch hat das Recht seine eigenen Grenzen zu setzen. Aber er sollte auch die Grenzen, somit auch die Intimsphäre bzw. Intimbereich, des anderen respektieren und achten.
(Quelle: www.sexlex24.de und www.sexlex.de)

Intimrasur (shaving)
Die vollständige , teilweise oder gestaltete Haarentfernung im Intimbereich (Schamhaare) mittels Rasierer, Ausreißen, Wachsen oder Haarentfernungscreme.

Intimspray
Dabei handelt es sich um ein Deodorant bzw. Parfum für den Intimbereich, gemeint sind hier die Genitalien: Scheide und Penis. Allerdings ist es nicht wirklich nützlich, denn es kann unangenehmen Juckreiz und Hautirritationen hervorrufen oder die natürliche Scheidenflora zerstören. Es ist völlig ausreichend, wenn sich das Mädchen bzw. der Junge täglich im Intimbereich mit Wasser wäscht. Darüber kannst Du auch unter Hygiene etwas lesen. Intimsprays riechen zwar gut, sorgen aber nicht für Sauberkeit.

Inzest
Das Wort „Inzest" ist von lateinisch „castus" (keusch, rein) und „in" (nicht) als „incestus" (unkeusch, unrein, befleckt) abgeleitet. Das Wort bezieht sich i.A. auf den Geschlechtsverkehr bzw. die Sexualität zwischen nahen Verwandten, wie z.B. zwischen Eltern und Kindern, Großeltern und Enkelkindern, Geschwistern, usw.. Inzest birgt oft moralische, soziale Belastungen, wie schwere seelische Schäden und lebenslange psychische Probleme, die es zu einem Tabu machen. Aber es gibt auch medizinische Gründe dafür. Denn enge Verwandte haben ähnliche Gene, und wenn sie zusammen ein Kind zeugen, besteht eine sehr hohe Gefahr, dass das Kind mit schweren Erbkrankheiten belastet ist. Deshalb ist Inzest in Deutschland nach § 173 des Strafgesetzbuches auch strafbar und wird als sexueller Missbrauch betrachtet.
In der Geschichte gab es aber auch Ausnahmen, wie z.B. im alten Ägypten, wo Pharaonen ihre Schwestern heirateten. Gerade weil der Inzest ein Tabu ist, spielt er in Liebesbeziehungen zwischen Geschwistern („Verbotene Liebe“), Eltern und Kindern („Ödipus“) in der Mythologie und in Menschheitsgeschichten eine große Rolle. Denn das Verbotene ist oft auch das Reizvollste.



Kastration
Ist die Bezeichnung dafür, wenn ein Mann seine Hoden mittels eines medizinischen Eingriffes verliert. Einen Mann, der keine Hoden mehr besitzt, nennt man Kastrat oder auch Eunuch.

Keimdrüsen

Darunter versteht man die Hoden beim Mann bzw. die Eierstöcke bei der Frau.

Keuschheit

Vorrübergehende oder absolute sexuelle Enthaltsamkeit.

Klappe
Die von Schwulen so bezeichnete öffentliche Toilette, in der es auch zu anonymen Sex kommen kann. Ist ein aussterbender sexueller Begegnungsort.

Klinik-Sex
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gerne per e-mail!)

Klitoris
Die Klitoris oder auch Kitzler genannt sitzt am vorderen Vereinigungspunkt der kleinen Schamlippen. Sie ist sehr empfindsam und bei sexueller Stimulierung errigiert sie und verhilft mancher Frau zum Orgasmus.

Knabenliebe
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gerne per e-mail!)

Koitus
Koitus ist der medizinische Begriff für Geschlechtsverkehr.

Koitus interuptus
Beim Sex aufzupassen ist reif und zeigt Verantwortung - für sich und für den Anderen.
Beim Koitus interuptus (oder Coitus interuptus) handelt es sich um eine sehr unsichere Verhütungsmethode. Der Mann zieht beim Geschlechtsverkehr seinen Penis kurz vor dem Samenerguss aus der Vagina oder dem Anus.
Diese Technik ist sehr riskant, denn bereits vor dem eigentlichen Samenerguss können sogenannte Freudentröpfchen bzw. Lusttröpfchen austreten. Da in dieser Flüssigkeit Spermien bzw. Krankheitserreger enthalten sein können, ist ein Schutz gegenüber einer Schwangerschaft bzw. sexuell übertragbaren Infektion nicht gewährleistet.
Bei dieser Methode hast du eventuell weniger Spaß, weil es sehr anstrengend bzw. stressig sein kann! Mädchen haben meist die Angst, dass der Junge den Penis nicht rechtzeitig heraus zieht. Jungs müssen sich ständig konzentrieren, dass sie „bei voller Fahrt rechtzeitig abspringen“ und es nicht zu einem Samenerguss in der Scheide kommt. Wenn beide ständig damit beschäftigt sind, können sie den Sex gar nicht richtig genießen.

Kommunikation
Kommunikation umfaßt jegliche Art der zwischenmenschlichen Verständigung. Sie kann durch Sprache erfolgen, aber auch durch Zeichen, Signale, Schrift, Bilder, Verhalten und vieles mehr.

Kondom
Ein dünner Latexüberzug für den Penis, das den austretenden Samen auffängt. Außerdem ist es das einzige Verhütungsmittel, welches vor Geschlechtskrankheiten wirksam schützen kann.
Arten, Verwendung, Qualitätskriterien.

Körperbehaarung
Aufgrund von Hormonen kommt es während deiner Teenagerjahre zu einem erhöhten Wachstum der Körperbehaarung.
Schamhaar: Die meisten Jungs bekommen im Alter von 12 oder 13 Schamhaare.
Achselhaare erscheinen erst etwas später, meist im Alter von 14 oder 15.
Das Haar am Hodensack erscheint normalerweise 1 Jahr nachdem das Achselhaar zu wachsen beginnt.
Das Haar am Damm fängt danach zu wachsen an. Es gibt jedoch auch Jungs, die keine Haare am Damm und/oder Hodensack bekommen.
Die Gesichtsbehaarung und Behaarung auf den restlichen Körperteilen erscheint normalerweise 2 Jahre, nachdem dein Schamhaar zu wachsen angefangen hat. Die genannten Altersstufen sind Durchschnittswerte. Es gibt große, individuelle Unterschiede. Bei einigen fängt die Pubertät sehr früh an, bei anderen wiederum sehr spät. Einige durchlaufen alle körperlichen Veränderungen innerhalb eines Jahres, während es bei anderen wiederum mehr als 5 Jahre dauern kann.

Kranzfurche
Sie trennt die Eichel vom Penisschaft und ist sehr empfindsam.

Kuscheln
Beim Kuscheln zeigst du deine Zuneignung durch Berührungen: jemanden zärtlich umarmen, liebkosen, schmeicheln, tätscheln. Es kann auch ein Vorspiel zum Sex sein.
Beim Liebkosen dreht sich alles um Zärtlichkeit, Intimität und Zugehörigkeit, während Sex mehr mit Leidenschaft und sexueller Erregung zu tun hat.
Jeder braucht Wärme und Trost und will festgehalten werden. Es gibt einem das Gefühl, geliebt zu werden. Wenn du noch klein bist, wirst du oft automatisch von Familienmitgliedern berührt, geküsst und geknuddelt. Wenn du jedoch älter wirst, kann dies immer weniger häufig geschehen.
Wenn du als Jugendlicher beginnst mit Jungs oder Mädchen auszugehen, hat körperlicher Kontakt oft eine sexuelle Nebenbedeutung. Eine Berührung wird automatisch mit Sex in Verbindung gesetzt. Wenn du älter wirst, ist es einfacher, berührt zu werden oder jemanden zu berühren. Dies wird nicht mit Sex in Verbindung gebracht sondern dient als Ausdruck der Zuneigung.
Eine Beziehung ist zufriedenstellender, wenn sowohl Sex als auch Kuscheln Teil dieser Beziehung sind und Kuscheln nicht immer zu Sex führen muss.

Küssen
Wenn du jemanden küsst, liebkost du die Lippen deines Partners mit deinen eigenen Lippen. Einige empfinden das als den intimsten, erotischen Akt. Es ist daher nicht überraschend, dass die meisten Prostituierten ihre Kunden nicht auf den Mund küssen.
Das Küssen ist am angenehmsten, wenn man sich ganz dicht aneinander befindet, entspannt ist und die Lippen und Wangen sich gleichzeitig sanft und fest anfühlen.
Sorge dafür, dass dein Atem frisch ist. Das klingt logisch, aber Forschung hat gezeigt, dass ein schlechter Atem beim Küssen ein allgemeines Problem verursacht.
Wenn ihr beide den Kopf in gegengesetzte Richtung beugt, werden sich eure Nasen nicht im Weg sein.
Sorge dafür, dass nicht zu viel Speichel im Spiel ist. Einige mögen es, viele jedoch nicht. Wenn du also zum ersten Mal küsst, sollten deine Lippen feucht aber nicht zu nass sein.
Manchmal ist es schwierig, beim ersten Kuss die richtige Bewegung zu finden. Eine natürliche und einfache Gelegenheit ist der Kuss bei der Begrüßung oder beim Abschied. Statt einander zu umarmen oder sich auf die Wangen zu küssen, küsst du den anderen auf den Mund. Mache das jedoch sanft und ziehe deinen Mund wieder zurück um zu sehen, ob der andere es schätzt oder nicht.
Verändere die Intensität und die Kussdauer. Nach dem ersten Mal küssen, kannst du auch einen Zungenkuss ausprobieren, wobei sich eure Lippen öffnen. Das Küssen kann auch ein Vorspiel zum Sex sein. Es ist jedoch am aufregendsten, wenn das Küssen an sich Freude bereitet.
In längeren Beziehungen küssen sich viele Paare nicht mehr. Das ist sehr schade, denn küssen ist intim und sinnlich. Lass also deine Küssfähigkeiten nicht einrosten.




Lasterhaft
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gerne per e-mail!)

lesbisch
Ist die weibliche Form der Homosexualität, also wenn eine Frau sich sexuell zu Frauen hingezogen fühlt.

Libido
Das ist ein Begriff für sexuelle Bedürfnisse, Lust oder sexuelles Verlangen. In der Psychologie wird damit der Sexualtrieb bezeichnet.

Libidomangel
Sexuelles Verlangen wird schwächer oder verschwindet (in bestimmten Situationen) völlig. Das zeigt sich, indem die Scheide der Frau nicht feucht wird oder der Penis des Mannes sich nicht versteift. Wenn du mal keine Lust hast, heißt das aber nicht gleich, dass es sich dabei um eine Erkrankung handelt. Eine echte Störung liegt erst dann vor, wenn eine gesunde Person im geschlechtsreifen Alter kaum sexuelle Lust verspürt. Wichtig ist, den eigenen Bedürfnissen nachzugehen. Wenn dich deine fehlende sexuelle Lust stört, solltest du einen Arzt oder eine Sexualberatung aufsuchen.

Liebe
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Lues
Lues heißt Seuche und steht für Syphilis.

Lust
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gerne per e-mail!)



Manipulationen

alle Formen von Liebesspielen mit der Hand

Marquis de Sade
Donatien Alphonse François de Sade (1740 bis 1814) war ein französischer Adeliger.
Er wurde bekannt dank einer Reihe pornographischer, kirchenfeindlicher und philosophischer Romane, die er während verschiedener Gefängnisaufenthalte schrieb. Sades Werke beeinflussten eine Reihe von wichtigen Bewegungen in Literatur und bildender Kunst und nahmen Freuds Prinzip von Eros und Thanatos um mehr als ein Jahrhundert vorweg. Von Sades Namen ist der Begriff Sadismus abgeleitet.

maskulin
bedeutet männlich.

Masochismus
Wenn ein Mensch (sexuelle) Lust oder Befriedigung durch Erleiden von Schmerz oder Demütigung erlebt, bezeichnet man ihn als Masochist.
In gewissem Sinne ist der Masochist der passive Spielpartner des Sadisten.
Das Gegenteil vom Masochismus – den Lustgewinn durch Demütigung, Unterdrückung oder das Quälen anderer – bezeichnet man als Sadismus.
Eine Mischform aus beidem ist der Sadomasochismus.
(siehe auch Flagellantismus und Bondage)

Master
Englisch für "Meister" ist eine gebräuchliche Bezeichnung für den Aktiven, Dominierenden beim Sadomasochismus.
Der Passive wird mit Slave (engl. "Sklave" bezeichnet).

Masturbation / masturbieren
(siehe Selbstbefriedigung)

Menarche
Ist der Zeitraum des ersten Eintritts der Monatsblutung bei Mädchen in der Pubertät.

Menstruation
Ein anderer Begriff für Monatsblutung. Alle Frauen bekommen in der Pubertät ihre erste Blutung. Das ist ein Zeichen der Geschlechtsreife des Körpers. Ungefähr 14 Tage nach dem Eisprung wird aus der Scheide eine Flüssigkeit ausgeschieden, die man auch als Menstruationsblut bezeichnet. Dies ist eine viel geringere Menge, als allgemein vermutet.

sexueller Missbrauch
Bedeutet soviel wie falscher, nicht tolerierter, sexueller Umgang mit anderen Menschen (auch Tieren) mit Folge der Zugrunderichtung, Verderben Verbrauch, Ausnutzung. unmündig Erwachsener und Kinder oder Jugendlicher auf, insofern jene diese in ihrer geschlechtlichen Entwicklung zu verderben wissen, sexueller Missbrauch ist nicht bloß eine Behinderung oder Belästigung sondern....
Beim Missbrauch von Minderjährigen spricht man von Pädophilie.

Missionarsstellung

Liebesstellung beim Sex: die Frau liegt auf dem Rücken und der Mann auf ihr.

Monatsblutung
Alle Frauen bekommen in der Pubertät ihre erste Blutung. Das ist ein Zeichen der Geschlechtsreife des Körpers. Ungefähr 14 Tage nach dem Eisprung wird aus der Scheide eine Flüssigkeit ausgeschieden, die man auch als Menstruationsblut bezeichnet. Dies ist eine viel geringere Menge, als allgemein vermutet. Die Monatsblutung wird auch als Menstruation bezeichnet. + HIV-Infektionsgefahr

Monogamie
Einehe oder dauerhafte Beziehung zweier Menschen, die Sexualkontakte mit Dritten ausschließt.

Moral
Sammelbezeichnung für individuelle bzw. gesellschaftliche sittliche Normen und Wertevorstellungen.

MSM
Ist die Abkürzung für Männer, die Sex mit Männern haben.

Muttermilch
Sekret der weiblichen Brustdrüse zur Ernährung des Säuglings während der Stillperiode.



Nachspiel

Zärtlichkeiten nach dem Sex / Orgasmus

Nacktheit
Bezeichnet einen Zustand völligem Unbekleidetsein.

Narzissmus
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Nebenhoden
Die Nebenhoden liegen dorsal auf den Hoden auf. In ihrem engen Kanalsystem werden die Samenzellen gespeichert und können weiter reifen. Die Samenzellen werden in den Nebenhoden mit einem Sekret ruhiggestellt. Reicht der Platz nicht mehr aus, weil schon seit längerem kein Samenerguss erfolgte, kommt es zu einem unwillkürlichen Samenerguss - meist im Schlaf (bei Jüngeren Männern) bzw. werden die nichtbenötigten Samenzellen vom Körper resorbiert. Die Samenzellen und Sekrete des Nebenhodens bilden ca. 10 % des Ejakulats.

Neunundsechziger Stellung

Liebesstellung beim Oralverkehr, wobei der Mann die Scheide und den Kitzler bzw. den Penis mit dem Mund und der Zunge liebkost oder die Frau die Scheide und den Kitzler bzw. den Penis

Nekrophilie
(Griechisch: 'nekrós' (Leiche) + 'philía' (Zuneigung))
Bezeichnet ein sexuelles Triebverlangen, das auf Leichen gerichtet ist. Nekrophilie wird als psychische Störung der Sexualpräferenz klassifiziert und ist in ihrer Ausübung in Deutschland strafbar ("Störung der Totenruhe").

sexuelle Nötigung
Wenn jemand mit Gewalt oder durch Drohung versucht einen anderen zu sexuellen Handlungen zu bringen.
Sexuelle Nötigung ist ein besonders schweres 'Vergehen' nach § 240 StGB. Auch der Versuch ist strafbar.
(siehe auch Missbrauch)

Nudismus

Veraltete Bezeichnung für Freikörperkultur.

Nymphomanie (Mannstollheit)

Veraltete Bezeichnung für eine vermehrte und als normabweichend bewertete sexuelle Motivation und Aktivität bei Frauen.



Obszönität
Grenzverletzung, Tabu-Bruch (vom lateinischen obscenus: "schmutzig, verderblich, schamlos")
Als obzön gilt, was bei anderen Menschen Ekel, Scham erregen kann bzw. ein elementares Gefühl verletzt.
Abstoßendes, körperliche Erscheinungen (Gähnen, Niesen, Ausscheidungen, Wunden, Krankheiten usw.) aber auch Anziehendes wie sexuelle Merkmale und Verhaltensweisen, besondere Körperformen, exhibitionistische Entblößungen, usw. können als obzön bezeichnet werden.
Das Empfinden ist individuell verschieden und von Bildung, Kultur, Religion, Moral, ethnische und gesellschaftliche Zugehörigkeit, epochale Schwankungen / Mode usw. beeinflusst.
Wer nur das eigene Empfinden ausdrücken will, kann auch 'widerlich' oder 'widerwärtig' sagen.

Ödipus
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gerne per email!)

Onanie / onanieren
(siehe Selbstbefriedigung)

One-Night-Stand

Sex für eine Nacht

Oralverkehr
Ist die Bezeichnung für Mundverkehr, d.h. Mund zum Penis (siehe auch Fellatio) oder Mund zur Scheide (siehe auch Cunnilingus).

Orgasmus
Das ist ein griechisch-lateinischer Begriff für den Höhepunkt der geschlechtlichen Erregung. Laß dich von dem Wort und dem, was darüber berichtet wird nicht täuschen, denn ein OrgasMus ist kein Muß! Diesen Höhepunkt erlebt jeder Mensch anders. Manche erleben den Orgasmus als kribbeln, andere als Vulkanausbruch. Es ist also alles möglich. Wie jede/r den Orgasmus erlebt hängt wiederum von vielen verschiedenen Faktoren ab (z. Bsp.: eigene Erfahrungen, Atmosphäre, körperlicher Zustand usw.).

Orgie
Der Begriff leitet sich aus dem griechischen ab und bedeutet so viel wie geheime heilige Handlung. In der europäischen Antike Bezeichnung für ekstatische Feste zu Ehren der Gottheiten Bacchus oder Dionysos bei denen meist Rauschmittel gebraucht wurden und es zwischen den Beteiligten zu sexuellen Handlungen kam. In der Neuzeit wird damit eine Party bezeichnet bei der viele Menschen unabhängig vom Geschlecht miteinander einvernehmlichen Sex haben.

sexuelle Orientierung
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Outing
Das unfreiwillige Coming-out durch öffentliche Zuweisung wird als Outing bezeichnet.




Päderastie
(Griechisch 'pais' (Knabe) + 'erastes' (Liebhaber))
Bezeichnet eine institutionalisierte Form sexueller Beziehungen zwischen Männern und männlichen Jugendlichen im antiken Griechenland. Neben der sexuellen Komponente, die unterschiedlich stark ausgeprägt war, nahm zugleich ein pädagogischer Anspruch eine zentrale Rolle ein.
Unter heutigen Kriterien scheint eine Abgrenzung zur Pädophilie bedenklich.

Pädophilie
Ist eine psychische Störung der Sexualpräferenz und bezeichnet das sexuelle Interesse an Kindern.
Es wird teilweise zwischen sexuellem Interesse (Pädophilie) und sexuellem Verhalten - also real ausgelebtem Sexualkontakt mit Kindern (Pädosexualität) unterschieden.
Pädosexualität steht in den meisten Ländern als sexueller Missbrauch von Kindern unter Strafe.

Paraphilie
Eine Störung der Sexualpräferenz wird heute wertneutral 'Paraphilie' genannt.
Es kann durch die dranghafte Natur der nicht ausgelebten Phantasiene oder beim Widerstreit bei der Auslebung von abnormen Verhaltensweisen zu Leiden oder Beeinträchtigung bei der betroffenen Person oder ihren Opfern kommen.
(siehe Perversion)

Peep Show
Das Wort "peep" kommt aus dem Englischen und bedeutet "kurzer Blick". Die meisten Peep-Shows finden in einem Raum mit einer drehbaren Bühne statt. Eine Frau, selten ein Mann, bieten sexuelle Handlungen oder Striptease dar. Der Betrachter steht, durch eine Glasscheibe getrennt, in einer Kabine und kann so dem Treiben auf der Bühne zusehen. Die Scheiben sind mit Milchglas oder Jalousien so ausgerüstet, dass sie nach einer gewissen Zeit dem Betrachter den Blick auf das Objekt seiner Begierde verwehren. Durch Bezahlung einer Gebühr öffnet sich die Sichtblende wieder. In Deutschland sind Peep-Shows verboten.

peer envolvement
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gern per email!)

Penetration
Penetration kommt wie viele Sexualausdrücke aus dem Lateinischen: "penetrare" bedeutet eindringen oder durchdringen. Im sexuellen Sinne ist das Eindringen des männlichen Penis in die Vagina, den Anus oder in den Mund gemeint.

Penis (Phallus)
Penis ist die medizinische Bezeichnung für das männliche Geschlechtsorgan.
Andere Bezeichnungen sind Schwanz, Glied, Pimmel, Schniedelwutz, Lolly, Dödel, usw. Jeder Penis sieht unterschiedlich aus.
Der Penis besteht aus der Peniswurzel, dem länglichen Schaft und der Eichel am Ende. Die Peniswurzel liegt im Inneren und ist mit Muskeln und Bändern fest im Becken und am Schambein verankert. Sie ist der unempfindlichste Teil des Penis. Der Penisschaft reicht vom Schambein bis zur Eichel und ist damit der größte Teil des Penis. In ihm befinden sich drei Schwellkörper: zwei an der Oberseite und einer an der Unterseite. Die Eichel ist die Spitze des Penis und besonders reizempfindlich. Sie ist dicker als der restliche Penis und wird durch die Kranzfurche, eine ringförmige Vertiefung, von diesem abgegrenzt. Meist ist die Eichel von einer Vorhaut (einer Hautfalte) bedeckt. Das Bändchen an der Unterseite des Penis verhindert, dass die Vorhaut  zu weit zurückgezogen werden kann. Manche Jungen und Männer sind beschnitten und haben aus diesem Grunde keine Vorhaut mehr. Diese Beschneidung (bei der die Vorhaut entfernt wird) kann medizinische oder aber auch religiöse Hintergründe haben. Im Innern des Penis führt die Harnröhre zur Spitze der Eichel. Durch sie läuft der Urin und auch die Samenflüssigkeit. Fühlt sich der Mann sexuell erregt, füllen sich die Schwellkörper mit Blut. Dadurch wird der Penis steif, dicker und länger und richtet sich vom Unterkörper auf. Das nennt man eine Erektion. Wie leicht ein Mann eine Erektion und einen Orgasmus bekommt und ob er sich und andere sexuell befriedigen kann, hat nichts mit der Größe seines Penis zu tun.

Penisbruch
Dies geschieht, wenn die Schwellkörper durch starke Überdehnung reißen.

Perversion
(vom lateinischen 'perversio': "Verdrehung", "Umkehrung") Bezeichnet eine vom Normalen; von der Norm; den vorherrschenden Moralvorstellungen abweichende Eigenschaft, häufig im Bereich des Trieb- und Sexualverhaltens. Mit Norm ist alles, was die Mehrheit für gut bzw. richtig empfindet, gemeint. 'Perversion' wird auch als Schimpfwort für befremdendes Verhalten benutzt. Eine Störung der Sexualpräferenz wird heute wertneutral 'Paraphilie' genannt.
(siehe auch Pädophilie, Nekrophilie)

Petting
Das Wort stammt aus dem Englischen und bedeutet streicheln. Petting ist ein sexuelles Spiel, bei dem es nicht zum Geschlechtsverkehr kommt. Durch streicheln und küssen am ganzen Körper (natürlich auch an den Geschlechtsorganen) könnt ihr euch gegenseitig erforschen und erregen. So habt ihr die Möglichkeit gemeinsam herauszufinden, was Euch am meisten Spaß bereitet. Da gibt es viel zu entdecken, denn der ganze Körper ist eine große Erogene Zone. Beim Petting kann man auch bis zum Orgasmus kommen. Dies wird dann Heavy Petting genannt.

Phallus (siehe Penis)

Phimose
Fachbezeichnung für eine Verengung oder Nichtlösung der Vorhaut vom Penis. Sollte sich die Vorhaut nach dem 3. Lebensjahr nicht lösen, sollte gemeinsam mit einem Facharzt beraten werden, ob eine teilweise oder völlige Beschneidung vorgenommen werden sollte. Bei einer Verengung reicht manchmal schon eine Dehnung der Vorhaut.

Piercing
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PEP
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gern per email!)

Pollution

spontaner, unwillkürlicher Samenausstoß während des Schlafes

Polygamie

Ist die Bezeichnung dafür, wenn z.B. ein Mann mit mehreren Frauen verheiratet ist. 

Poppers
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PoppPiraten (Flyer PoppPiraten)
Präventionsteam der AIDS-Hilfe Leipzig e.V. für die schwul-lesbische Szene.

Pornographie
(Erklärung folgt demnächst! Vorschläge gern per email!)

Potenz
Das lateinische 'potentia' steht für "Macht, Kraft, Vermögen, Fähigkeit". Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man darunter die Zeugungsfähigkeit oder Fruchtbarkeit und damit die Fähigkeit des menschlichen Körpers befruchtungsfähige Geschlechtszellen, also Samenzellen oder Eizellen zu bilden. Einfacher gesagt, ist ein Mann fruchtbar, wenn er ein Kind zeugen kann. Eine Frau ist fruchtbar, wenn sie die Fähigkeit hat schwanger zu werden.
Das Zeugungsvermögen des Menschen beginnt normalerweise mit der Pubertät und erreicht auf dem Höchststand der körperlichen Entwicklung ihre größte Effizienz, um dann allmählich abzuklingen.
Bei Frauen wird in den sogenannten Wechseljahren die Produktion der Eizellen zunächst unregelmäßig und hört dann gänzlich auf. Beim Mann kann nachgewiesenermaßen das Zeugungsvermögen bis ins hohe Alter bestehen bleiben. Die individuelle Zeugungsfähigkeit eines Mannes kann mit einem Spermiogramm festgestellt werden.

Potenzstörungen
Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man darunter nicht etwa Störungen der Fruchtbarkeit (siehe Unfruchtbarkeit), sondern Erektionsstörungen oder gar Impotenz.

Präservativ

eine andere Bezeichnung für ein Kondom

Priapismus
Fachbezeichnung für eine anhaltende (> 2 Stunden) aber nicht durch sexuelle Reize ausgelöste, meist schmerzhafte Errektion des Penis. Die Ursachen dafür sind vielfältig, du solltest zur Abklärung unbedingt einen Facharzt aufsuchen.

Promiskuität
Sexualverhalten, welches durch einen häufigen Wechsel der Sexualpartner bestimmt wird.

Prostata (Vorsteherdrüse)
Sie ist eine etwa kastaniengroße Drüse und umschließt den Anfangsteil der männlichen Harnröhre und die Einmündung der Samenleiter in die Harnröhre zum "Spritzgang". Sie produziert ein Sekret, das den Samenzellen (15-30% des Ejakulats) zugeführt wird und sie wieder beweglich macht (wurden im Nebenhoden ruhig gestellt). Beim Orgasmus unterstützt sie gemeinsam mit den Muskeln im Beckenboden die Ejakulation, indem sie sich rhythmisch zusammenzieht und somit das Sperma in kurzen Stößen herausgespritz wird.

Prostitution

Prüde

Pubertät (Geschlechtsreife)
Fachbezeichnung für die Entwicklungsperiode des Menschen im Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. Beginnend mit der Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale bis zum Erreichen der Geschlechtsreife.



Quickie

schneller Sex, der oft an Orten außerhalb des Schlafzimmers passiert.

Rausch
Ein Zustand, der durch Mittel eintritt (Aphrodisiaka, Drogen jeglicher Art z.B. Alkohol, Tabletten, Cannabis, Kokain etc), die dein Bewusstsein (Wahrnehmungen und Empfindungen über die 5 Sinne)für eine bestimmte Zeit verändern. Der Bezug zur Wirklichkeit geht dabei teilweise verloren. Einen Rausch kannst du auch ohne die Einnahme zusätzlicher Stoffe zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr oder Petting bekommen. Durch das Reizen der erogenen Zonen ist eine Erregung möglich, die deine Wahrnehmung für eine gewisse Zeit verändert.

red ribbon

Regenbogen
(siehe in unserer Infothek unter schwul-lesbische Symbole)

rimming
Dieser Begriff leitet sich ab aus dem lateinischen: anus = After und lingo = lecken und bezeichnet somit die sexuelle Stimulierung des Anus mit der Zunge und den LIppen. Gemeint ist damit das Lecken oder Küssen des Afters. Im Englischen gibt es dafür den Ausdruck Rimming. Die deutsche Umgangssprache bezeichnet es als „Arschlecken“, was allerdings abwertend klingt. Aber es gibt noch keine bessere Übersetzung dafür.
Für die einen ist diese Art von Sexualverkehr etwas ekliges. Aber andere empfinden es als sehr lustvoll. Denn der After ist ein sehr empfindlicher Bereich, weil viele Nerven dort enden. Er gehört zu den erogenen Zonen.
Beim Anilingus ist ausreichende Hygiene sehr wichtig. Da Darmbakterien und Infektionen (auch Aids) übertragen werden können, sollte auch hierbei an die nötigen Schutzvorkehrungen gedacht werden, z.B. Dental Dams. Das sind dünne Latextücher, die beim Oralsex auf den Anus gelegt werden. Diese Tücher können auch beim Oralsex an der Vagina verwendet werden. Allerdings kann man ebenso ein aufgeschnittenes Kondom benutzen, das ist dünner und auch preiswerter. Im Notfall tut es auch eine Haushaltsfolie. Aber die ist nicht so sicher, da sie kleine Löcher haben und somit (für Krankheitserreger) durchlässig sein kann.

Rosa Winkel

Rosette

Andere Bezeichnung für Anus.

Rückzieher
(siehe Koitus interuptus)

Runterholen

umgangssprachlicher Ausdruck für die Selbstbefriedigung beim Mann.



Sadismus
Der Begriff geht auf den franz. Schriftsteller 'Marquis de Sade' zurück.
Wenn ein Mensch (sexuelle) Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, andere Menschen (oder auch Tiere) zu demütigen, zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen bezeichnet man ihn als Sadist. Selbst sich am Leid anderer zu erfreuen wird heutzutage oft als sadistisch bezeichnet.
In gewissem Sinne ist der Sadist der aktive Spielpartner des Masochisten.
Das Gegenteil vom Sadismus – den Lustgewinn durch Erleiden von Schmerz oder Demütigung – bezeichnet man als Masochismus.
Eine Mischform aus beidem ist der Sadomasochismus.
(siehe auch Flagellantismus und Bondage)

Sadomasochismus ( SM )
Spezielle sexuelle Neigung, bei der ein Mensch Lust oder Befriedigung erlebt durch die Zufügung oder das Erleben von Schmerz, Macht oder Demütigung.
Im Sadomasochismus sind die Begriffe Sadismus und Masochismus enthalten.
Der Begriff und die darunter zu verstehende Praxis haben einen weiten Rahmen: von harmlosen Spielen bis zu strafbaren Handlungen. Extreme Formen können eine behandlungsbedürftige Störung des Sexualverhaltens darstellen.
(siehe auch Flagellantismus und Bondage)

Safer Sex
meint: Geschützter Geschlechtsverkehr, also die sachgemäße Benutzung von Kondomen.

safer use
meint: den sicheren Gebrauch von Utensilien bzw. die sichere Anwendung von Praktiken zum Drogengebrauch, bei denen eine Übertragung von HIV unwahrscheinlich ist.

Samen
Die männlichen Zellen, mit denen die Eizelle befruchtet werden kann. Man sagt auch Samenzellen dazu. Sie entstehen im Hoden des Mannes.

Samenleiter und Samenstrang
An jeden Nebenhodengang schließt sich ein Samenstrang an. Sie enthalten einen Samenleiter und Blutgefäße zur Versorgung der Hoden. Die 50-60 cm langen Samenleiter verbinden, durch den Leistenkanal, die Nebenhoden mit der Harnröhre in der Prostata. Sie dienen der Weiterleitung der Samenzellen. Vor der Prostata erweitern sich die Samenleiter zur Ampulla. Dort werden einsatzbereite Spermien zwischengelagert. Beim Orgasmus ziehen sich die Samenstränge rhythmisch zusammen und unterstützen somit die Ejakulation.

Samenzellen

Männliche Geschlechtszellen von fadenförmiger Gestalt. Sie bestehen aus dem Kopf mit dem Zellkern, dem Mittelstück (Hals) und dem Schwanz (Geißel).

scat

Sexuelle Aktivitäten im Zusammenhang mit Kot.

Schaft
Der längliche Teil des Penis, in dem die Harnröhre verläuft, umgeben von drei Schwellkörpern.

Scham

Schamhaare
(siehe Körperbehaarung)

Scheide
Die Geschlechtskörperöffnung der Frau. Sie verbindet die Gebärmutter mit der Außenwelt. Oft ist die Scheide mit einem Jungfernhäutchen verschlossen. Die Wände der Scheide sind sehr dehnbar. Sie sondern eine Scheidenflüssigkeit ab, die etwas säure- und salzhaltig ist. Damit reinigt sich die Scheide selbst.

Schließmuskel
Darunter versteht man in der Anatomie einen ringförmigen Muskel, der ein Hohlorgan völlig abschließen kann, wie z.B. den Darm oder die Blase. Sollte der Schließmuskel nicht mehr richtig funktionieren und du den Harn bzw. Kot nicht halten kannst spricht man von Inkontinenz. Dann solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Schwanz
(siehe Penis)

Schwellkörper
Im Penis befinden sich drei Schwellkörper. Sie funktionieren ähnlich wie ein Schwamm: bei Erregung entspannen sich die sie umgebenden Muskeln, erst dann können sie sich mit Blut vollsaugen, die abführenden Blutgefäße verengen sich somit und verhindern den Abfluss von Blut, somit strömt mehr Blut hinein als abfließen kann. Der Penis versteift sich, wird größer und hart. Der untere Schwellkörper umschließt die Harnröhre. Er nimmt weniger Blut auf. So bleibt die Harnröhre während der Erektion offen und das Sperma kann durch sie nach außen katapultiert werde.

schwul
Ist die männliche Form der Homosexualität, also wenn ein Mann sich sexuell zu Männern hingezogen fühlt.

Scrotum

siehe Hodensack

Selbstbefriedigung
Unter Selbstbefriedigung (auch "Masturbation, Onanie") wird eine – überwiegend manuelle – Stimulation der Geschlechtsorgane verstanden, die in der Regel zum Orgasmus führt. Dabei können auch verschiedene Hilfsmittel (Sextoys) zum Einsatz kommen.

Sex
Ursprünglich leitet sich Sex von dem lateinischen Begriff Sexualität ab, was so viel bedeutet, wie Geschlechtlichkeit. Im Englischen bedeutet das Wort 'sex' Geschlecht (männlich/weiblich). In der Umgangssprache wird Sex als anderer Begriff für miteinander schlafen, Petting oder auch Selbstbefriedigung verwendet. Außerdem kann 'Sex' in Wortzusammensetzungen verwendet werden und erhält damit eine neue Bedeutung z.Bsp.: Sexspielzeug, Sex-Shop, Sexseiten im Internet usw.

sexuell übertragbare Infektionen
(siehe Geschlechtskrankheiten)

Wenn Du Symptome bzw. Anzeichen feststellst, die für eine sexuell übertragbare Infektion sprechen, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen, der genau untersuchen kann, ob es sich um eine sexuell übertragbare Infektion handelt.

Sextoys / Sexspielzeug
Sammelbezeichnung für sexuelle Hilfsmittel, wie z.B. Dildos, Vibratoren, Peitschen, Fesseln und Knebel

Sexsucht

Sextourismus
Das Reisen in zum Teil ferne Länder zum vorrangigem Zweck einen (käuflichen) Sexual-Partner zu finden.

STD / STI
(siehe Geschlechtskrankheiten)

Sind die englischen Bezeichnungen für sexuell übertragbare Krankheiten (STD = sexual transmitted deseas) bzw. für sexuell übertragbare Infektionen (STI = sexuell transmitted infection).

Slave
Englisch für "Sklave" ist eine gebräuchliche Bezeichnung für den Passiven beim Sadomasochismus.
Der Aktive, Dominierende wird mit Master (engl. "Meister" bezeichnet).

Smegma
Ist die Fachbezeichnung für den sogenannten Vorhauttalg. Er entsteht beim Mann zwischen Eichel und Vorhaut durch den Zerfall abgesorbenen Zellen und Sekreten aus den Talgdrüsen. Bei mangelnder Intimhygiene kann es hier zu Entzündungen kommen, die das Eindringen von Erregern, die eine sexuelle Erkrankung hervorrufen, erleichtern.

Sodomie
Form des Sexualverhaltens, bei der die sexuelle Erregung und Befriedigung überwiegend oder ausschließlich durch Handlung an Tieren erreicht wird.

Spanking
Dieser Begriff leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet: Tracht Prügel. Spanking bezeichnet das Verabreichen von Schlägen, insbesondere auf das Gesäß im Rahmen von sadomasochistischen Handlungen zur Luststeigerung. (Siehe auch Flag / Flagellation)

Sperma
Sperma ist ein Gemisch aus Samenzellen, Sekreten aus den Nebenhoden, den Bläschendrüsen und der Prostata. Der Spermageschmack und –geruch ist hauptsächlich von zwei Dingen abhängig: vom Hormonhaushalt und von dem was vorher getrunken bzw. gegessen wurde.

Sterilisation
Ist die Sammelbezeichnung für hygienische Maßnahmen, die eine völlige Keimfreiheit sicherstellt. Auf die Sexualität bezogen bedeutet Sterilisation das Unfruchtbarmachen von Mann oder Frau, indem die Samenleiter bzw. Eileiter durchtrennt oder undurchlässig gemacht werden.

Stricher
Männlicher Prostituierter, auch Strichjunge oder Callboy genannt.

Syphilis ( Flyer Syphilis [PDF] )
Die Syphilis (Lues = Seuche) ist eine sexuelle Infektionskrankheit, die durch Bakterien übertragen wird. Unbehandelt kann eine Syphilis chronisch werden und schwerwiegende, zum Teil lebensbedrohliche Folgen haben.

Wenn Du Symptome bzw. Anzeichen an dir feststellst, die auf eine Syphilis schließen lassen, dann solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen, der genau untersuchen kann, ob es sich um eine Syphilis-Infektion handelt.

Szene




Tabu

Tattoo

Testis

siehe Hoden

Testosteron

Das wichtigste Sexualhormon des Mannes.

Tittentrimmen

Sexuelle Aktivitäten, die hauptsächlich auf die sexuelle Stimulation der Brustwarzen -von zart bis hart - bezogen sind.

Transsexualität

Transvestismus

Treue

Tribadismus
Veraltete Bezeichnung für weibliche Homosexualität. Bezeichnet auch das Aneinanderreiben der weiblichen Geschlechtsteile.

Trieb

Tripper
(siehe Gonorrhö)

Tunte
Wird häufig als Schimpfwort generell für homosexuelle Männer verwendet. In der schwulen Szene verwendet ist es eine eher saloppe Bezeichnung für einen homosexuellen Mann mit ausgeprägt femininen Zügen, aber auch hier als Schimpfwort und zur eigenen Abgrenzung benutzt.

Tucke
(siehe Tunte)



Untreue
(siehe Treue)

Unfruchtbarkeit
Wenn ein Mann keine Kinder zeugen kann oder eine Frau nicht schwanger werden kann, spricht man von Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit.
Das kann aus biologischen Gründen der Fall sein, oder durch einen Unfall.
Bei Frauen wird in den sogenannten Wechseljahren die Produktion der Eizellen zunächst unregelmäßig und hört dann gänzlich auf. Beim Mann kann nachgewiesenermaßen das Zeugungsvermögen bis ins hohe Alter bestehen bleiben. Die individuelle Zeugungsfähigkeit eines Mannes kann mit einem Spermiogramm festgestellt werden.
(siehe auch Imotenz)

Urning
Eine von Carl-Heinrich Ulrichs (Sexualwissenschaftler) eingeführte Bezeichnung für homosexuelle Männer. Findet im heutigen Sprachgebrauch eher selten Anwendung (siehe Homosexualität).

Urologe
Facharzt für Krankheiten der Organe, die der Harnausscheidung dienen. Da dies gleichzeitig unsere Geschlechtsorgane sind (die Scheide bei der Frau und der Penis beim Mann), gehen vor allem Männer auch mit sexuellen Problemen zum Urologen.



Vagina
Ist eine weitere Bezeichnung für Scheide.

Vergewaltigung

Verhütung
Kondome
Pille
Den durch sichere Verhütungsmittel geschützten Sex nennt man Safer Sex.

Vom anderen Ufer
Eine veraltete Bezeichnung für Menschen die das gleiche Geschlecht als sexuell anziehend finden. (siehe Homosexualität)

Vorhaut
Das Präputium (anatomische Bezeichnung) bezeichnet eine Hautfalte, die die Eichel ganz oder teilweise bedeckt und besonders dicht mit sensiblen Nervenendigungen bedeckt ist. Beim männlichen Säugling ist sie noch unvollständig von der Eichel getrennt, löst sich aber bis zum 3. Lebensjahr. Danach sollte sie frei beweglich sein, falls nicht sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. (siehe Vorhautverengung oder Phimose)

Vorspiel
Das Vorspiel umfasst alle Formen der sexuellen Stimulierung, die einem penetrierenden (einführenden) Geschlechtsverkehr vorangehen. Im weitesten Sinne reicht es von der Verabredung, über Küssen, Austausch von Zärtlichkeiten bis hin zu oralen Kontakten (Blasen, Lecken). Was du mit deinem / er Partner / in gemeinsam als Lustvoll und vorbereitend erleben möchtet, bleibt euch überlassen. Wenn es für beide geilist, sind der Phantasie hier keine Grenzen gesetzt.

Vorsteherdrüse (siehe Prostata)

Voyeurismus
V. beschreibt ein Sexualverhalten, bei die eigene sexuelle Erregung und Befriedigung überwiegend dadurch erreicht wird, dass fremde Personen bei sexuellen Handlungen oder einfach nur nackte Personen beobachtet werden.

Vulva
Bezeichnet alle weiblichen äußeren Geschlechtsteile in ihrer Gesamtheit. In der Umgangssprache findet dieser Begriff eher selten Verwendung. (siehe auch Scheide)



Wachsspiele

Sexuelle Aktivitäten im Zusammenhang mit heißem Wachs.

Wanderhoden (Pendelhoden)

Bezeichnung für einen im Hodensack gelagerten Hoden, der sich infolge unvollständigen Verschlusses des Leistenkanals bei starker Kontraktion des Hodenhebermuskels (z.B. beim Orgasmus) bis vor den äußeren Leistanring verlagern kann und dann nur noch teilweise tastbar ist, aber bei nachlassender Kontraktion wieder in den Hodensack zurückgleitet.

Welt-AIDS-Tag (WAT)
Der Welt-Aids-Tagwurde erstmals 1988 von der WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) ausgerufen und von Anfang an unter ein besonderes Motto gestellt.

Rund um den Globus erinnern am 01. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema Aids und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten und Aids-Kranken und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) und die Deutsche AIDS-Stiftung e. V. (DAS) haben im Rahmen ihrer gemeinsamen Welt-Aids-Tag-Kampagne das internationale Motto in "Gemeinsam gegen Aids: Wir übernehmen Verantwortung - für uns selbst und andere" übersetzt.

Solltest du Lust und Interesse haben die regionale Aidshilfe zum Welt-Aids-Tag zu unterstützen, dann erkundige dich unter info@leipzig.aidshilfe.de, wie du dich einbringen kannst


Wet Sex

Sexuelle Aktivitäten im Zusammenhang mit Urin.

Wichsen
Umgangssprachliche Bezeichnung für Selbstbefriedigung.

Widernatürlich

Historische Bezeichnung für Eigenschaften und Verhaltensweisen, die einer angenommenen Natur / Norm des Menschen zuwiderlaufen bzw. gegen vermutete Gebote der Natur verstoßen.

Wollust

Veraltete Bezeichnung für sexuelle Lust.


Zärtlichkeit

Sammelbezeichnung für alle Formen der sanften Zuwendung zu anderen Menschen als körperlicher Ausdruck von Zuneigung im Kontext von Partnerschaft und Sexualkontakten durch Streicheln und Liebkosen.

Zeugung

Befruchtung einer Eizelle durch eine Samenzelle.

Zölibat

Bezeichnet ein religiös motiviertes Eheverbot verbunden mit dem Gebot der sexuellen Enthaltsamkeit (Keuschheit).

erogene Zonen

Sammelbezeichnung für lokalisierte Bereiche des des Körpers, deren adäquate Reizung zu sexueller Erregung führen kann. Ihre Ansprechbarkeit ist individuell und situativ unterschiedlich ausgeprägt. Erogene Zonen sind insbesondere: Genital- und Analregion, Brust und Brustwarzen, Gesäß, Oberschenkelinnenseiten, Hals und Nacken, Mund, Lippen, Ohren und Zunge.

Zote

Sammelbezeichnung für derbe Witze, unanständige Geschichten oder Lieder.

Zuhälter

Auch als Lude, Stenz oder Beschützer bezeichnet sind Personen, die die Selbstbestimmung von Prostituierten einschränken, um einen eigenen Vermögensvorteil zu erreichen.

Zuneigung

Bezeichnet das Gefühl von Sympathie oder Liebe zu einem anderen Menschen aus sexuellen oder aber auch nichtsexuellen Motiven heraus.

Zungenkuss

Intensives Küssen, bei dem sich die Zungen berühren und liebevoll miteinander interagieren.

Zwitter
Zwitter sind zweigeschlechtlich und bilden sowohl männliche als auch weibliche primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale aus. Zwitter können sich selbst befruchten und somit fortpflanzen. Datin besteht auch der Hauptunterschied zur Intersexualität.
(siehe auch Hermaphrodit)


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